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Preisverleihung besucht


Edward Lachman wird Marburger Kamerapreis erhalten

07.11.2014 (ajf)
Den Marburger Kamerapreis 2015 gewinnt der Amerikaner Edward Lachman. Der 1948 in Morristown im US-Bundesstaat New Jersey geborene Lachman erhält den mit 5.000 Euro dotierten Preis.
Der amerikanische Kameramann wandelt sicher als Grenzgänger zwischen dem europäischen Autorenfilm und Hollywood-Kino, zwischen Dokument und Fiktion sowie zwischen Fotografie und Film, erklärte die Jury. "Wenn man den europäischen Film mit seinen Autoren und erkennbaren Handschriften und das US-amerikanische Kino mit seiner handwerklichen Präzision und kommerziellen Ansprüchen als zwei Pole eines Kontinuums betrachtet, so ist die Kameraarbeit von Edward Lachman die perfekte Brücke zwischen diesen beiden (vermeintlichen) Gegensätzen."
In seinen Anfängen als Kameramann filmte er für Regisseure des Neuen Deutschen Films wie Werner Herzog, Wim Wenders und später Volker Schlöndorff. Er selbst bezeichnet das europäische Kino als seine Geburtsstunde als Kameramann. In den 90er Jahren folgte eine abwechslungsreiche Karriere sowohl im Dokumentarfilm als auch im Spielfilm des Independentkinos bis hin zu Hollywood-Produktionen.
Lachman zeichnete für so unterschiedliche Filme wie "Der amerikanische Freund" 1977 mit Wim Wenders, "Susan...verzweifelt gesucht" (Susan Seidelman), The Virgin Suicides, 1999, (Sofia Coppola), Erin Brockovich, 2000 (Steven Soderbergh) und "Dem Himmel so fern" 2002 mit Todd Haynes oder "Robert Altman’s Last Radio Show" 2006 mit Robert Altman für die Kamera verantwortlich. In den letzten Jahren filmte Lachman mit Co-Kameramann Wolfgang Thaler - dem Marburger Kamerapreisträger 2009 - die Paradies-Trilogie von Ulrich Seidl. In einem Interview betonte er das "symbiotische gegenseitige Verständnis" der beiden.
Lachman wurde für The Virgin Suicides mit dem Sierra Award for Best Cinematography ausgezeichnet. Für Todd Haynes’ Melodram "Dem Himmel so fern" bekam er fast alle großen Kritikerpreise der Vereinigten Staaten von Amerika (USA). 2003 wurde er für diesen Film mit dem Independent Spirit Award geehrt und den Oscar nominiert.
Die Philipps-Universität und die Universitätsstadt Marburg loben den von Prof. Dr. Karl Prümm initiierten und von Prof. Dr. Malte Hagener und Mirjam Klein geleiteten und organisierten Marburger Kamerapreis im Jahr 2014 bereits zum 15. Mal aus. Lachman nimmt den Preis am 7. März 2015 um 20 Uhr in der Alten Aula der Philipps-Universität entgegen. Vom Freitag (6.März) bis Samstag (7. März) finden wie jedes Jahr die Bild-Kunst Kameragespräche rund um die Preisvergabe in den Filmkunsttheatern Marburg statt.
pm: Mediakontakt Laumer
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