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Zwei zusammen an einem Tag


Notarztwagen stieß gegen Motorrad

22.01.2008 (pbj)
Ein Motorradfahrer ist am Dienstag (22. Januar) mit einem Notarzt-Einsatzfahrzeug (NEF) kollidiert. Am frühen Nachmittag hat sich der Unfall in der Schwanallee ereignet.
Der Fahrer des Notarztwagens wollte gerade von einem Einsatz zurück ins Universitätsklinikum fahren. Dabei bog er aus der Wilhelmstraße links auf die Schwanallee ein. Möglicherweise durch die tiefstehende, sehr stark scheinende Sonne geblendet, übersah er dabei den Motorradfahrer.
Der Motorradfahrer prallte dem Notarztwagen daraufhin in die Fahrerseite. Durch den Aufprall wurde er zurückgeschleudert, während sein Kraftrad um die Vorderseite des NEF schleuderte und dabei die gesamte Frontpartie des Wagens wegriss. Glücklicherweise war der Motorradfahrer mit einer guten Schutzkleidung ausgestattet, sodaß er mit Verdacht auf einen Knochenbruch am Arm und zahlreichen Prellungen vergleichsweise glimpflich davonkam.
Die beiden direkt in den Unfall verwickelten Fahrzeuge dürften nach dem ersten optischen Eindruck Totalschäden sein, da im NEF zudem die Seitenairbags aufgingen. Letztendlich zum Stillstand kam das Motorrad, nachdem es an einem gegenüber der Einmündung parkenden Kleinwagen anschlug.
Der Fahrer des Notarztwagens leistete Erste Hilfe, nachdem er sich aus dem verunfallten Fahrzeug befreit hatte. Dabei unterstützte ihn eine weitere Mitarbeiterin des Rettungsdienstes, die sich zufällig am Unfallort befand.
Während die Polizei und die Rettungskräfte den Unfallort von Osten her absicherten, kam es zu einem Stau insbesondere der vielen Linienbusse, die die Unfallstelle aufgrund Ihrer Größe nicht passieren und wegen der schwierigen Verkehrswege-Situation auch nicht umfahren konnten. Etwa eine Stunde nach dem Unfall durfte der herbeigerufene Abschleppdienst seine Aufgabe verrichten, da sämtliche Spuren durch die Polizei gesichert waren. Nocheinmal eine halbe Stunde später rollte der Verkehr wieder flüssig über die mit Sand bedeckten Stellen, die noch einen Hinweis auf das ausgelaufene Benzin gaben.
Dieses Benzin war im Verlauf des Einsatzes noch ein zusätzliches Problem, da die Batterien und Zündungen der Fahrzeuge vermutlich noch Spannung besaßen. Das Gefahrenpotential war zudem dadurch gesteigert, dass viele Kinder und Jugendliche das Ereignis aus nächster Nähe beobachteten, die gerade auf dem Heimweg von den Schulen in der Leopold-Lucas-Straße waren. Zwar behinderten sie die Bergung des Verletzten sowie die Aufräumarbeiten nicht, genausowenig wie die vielen anderen Passanten, die das Geschehen hautnah verfolgen mussten. Dennoch sollte den Verfolgern des Geschehens vor Ort klar sein, dass sich beispielsweise das Anzünden von Zigaretten auch schlecht mit ausgelaufenem Benzin vertragen könnte.
Da der Fall bei den Behörden noch in Bearbeitung ist, lassen sich momentan keine genaueren Angaben zu den entstandenen Sachschäden machen.
Peter Becker
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