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1.400 Frauen


KJC entlastet Alleinerziehende

02.09.2014 (tro)
Das "Haus für Kinder und Karriere" (KuK-Haus) des Kreisjobcenters Marburg-Biedenkopf (KJC) bringt Familie und Beruf unter einen Hut. Damit dem beruflichen Werdegang der Eltern nichts im Wege steht, bietet das KuK-Haus verschiedene Kinderbetreuungsangebote an. Sie richten sich an alleinerziehende Eltern mit Anspruch auf die Sozialhilfe für Bildung und Teilhabe.
Seit drei Jahren gibt es das KuK-Haus schon. Im dritten Jahr bot es in der Sommerferienbetreuung erstmals auch musikalische Früherziehung an. Finanziert wurde sie durch Mittel aus dem Paket für Bildung und Teilhabe.
Die Kinder konnten während der Ferien an vier Terminen erste Erfahrungen mit Musik, Rythmus und Tanz sammeln. Zusammen mit der Musikpädagogin Anja Satzger konnten sie singen, trommeln, spielen und sogar selber Musikinstrumente bauen.
Dabei lag der Schwerpunkt im spielerischen Erleben der Musik. Bei Satzger wird eine Trommelaufwärmübung ein spannendes Pferderennen. Danach tanzen verschiedene Körperteile den Schubidubi-Tanz. Natürlich wird dabei kräftig zur Gitarrenmusik mitgesungen und geklatscht.
Durch die Musik fühlten sich selbst Kinder mit wenig Deutschkenntnissen zum Mitmachen animiert. In jedem Fall waren alle mit viel Spaß bei der Sache.
Rund 1.400 alleinerziehende Eltern in Marburg sind Sozialhilfeberechtigt. Davon sind nur etwa 80 Männer. Mit flexiblen Kinderbetreuungsangeboten entlastet das KJC die Eltern bei der Doppelbelastung Erziehung und Beruf.
Das KuK-Haus werde sehr gut angenommen, erklärte KJC-Leiterin Andrea Martin. Vor allem während der Ferien sei es voll besetzt. Damit die Kinder nicht bloß verwahrt werden, legen die Betreuerinnen großen Wert auf ein vielseitiges Programm.
Der Erfolg gibt ihren Bemühungen recht. Den Kindern macht die Betreuung Spaß. Auch fremdsprachige Kinder lernen im KuK-Haus sehr schnell deutsch.
Außerdem stehen den Eltern neben den Betreuungsplätzen auch individuelle Beratungen zur Verfügung. Durch diese Unterstützung haben schon Viele den Weg in den Beruf finden können.
Eine junge Mutter aus Marburg zum Beispiel musste einmal die Woche um 8 Uhr in einer Berufsschule in Kassel sein. Durch ihre Verantwortung ihren Kindern gegenüber wäre ihr das aber nicht möglich gewesen.
Damit ihre Ausbildung nicht an diesem einen Termin die Woche scheitern musste, bekam sie Unterstützung einer mobilen Betreuerin vom KuK-Haus. Die Helferin frühstückte an diesen Morgen mit den Kindern und machte sie für die Kindertagesstätte fertig.
Thade Rosenfeldt
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