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Urabstimmung zu Zivilklausel an Uni

30.06.2014 (fjh)
Eine Urabstimmung der Studierenden über eine Zivilklausel findet von Dienstag (1. Juli) bis Donnerstag (3. Juli) parallel mit den Hochschulwahlen statt. Externe Institutionen und Unternehmen erhalten aufgrund der voranschreitenden Unterfinanzierung der Hochschulen über Drittmittel immer mehr Einfluss auf Forschung und Lehre. Dabei ist die Finanzierung von Projekten durch militärisch relevante Institutionen für den Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) besonders besorgniserregend.
In Marburg ist bereits ein Fall bekanntgeworden, in dem das Pentagon ein Forschungsvorhaben finanziert hat. Das Verteidigungsministerium der Vereinigten Staaten von Amerika (USA) hat die Arbeit eines Marburger Wissenschaftlers finanziert, um das Wissen über Navigationsmethoden von Heuschrecken für die Konstruktion von Kampfdrohnen nutzbar zu machen.
"Die freie Wahl von Fragestellung, Methoden der Bewertung und Verbreitung von Forschungsergebnissen sowie ihrer Verwendung in der Lehre obliegt damit nicht mehr ausschließlich ProfessorInnen, geschweige denn anderen Angehörigen der Hochschulen", bemängelte John Preuss vom Arbeitskreis Zivilklausel. Um diese Entwicklung zu verhindern, setzt sich der Arbeitskreis Zivilklausel Marburg in Zusammenarbeit mit dem AStA Marburg und der Fachschaftenkonferenz für die Festschreibung einer Zivilklausel in die Grundordnung der Philipps-Universität ein.
Eine Zivilklausel stellt eine Selbstverpflichtung einer Universität dar. Sie bindet die Arbeit der Hochschule an friedliche und zivile Zwecke.
Im Zuge der Debatte darüber hat die Fachschaftenkonferenz eine Urabstimmung über eine Zivilklausel beschlossen. Sie findet zeitgleich mit den Hochschulwahlen statt und soll ein Votum der Studierenden zur Zivilklausel einholen.
Eine Urabstimmung ist für Lise Kula vom AStA-Vorstand ein erster Schritt auf dem Weg zur Festschreibung einer Zivilklausel. Mit einem Votum der Studierenden könne ein Meinungsbild über das Thema eingeholt werden. Es diene dann als Grundlage für Verhandlungen mit der Universität.
pm: AStA Marburg
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