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Hochhaus brennt


Rettungsaktion noch nicht abgeschlossen

24.06.2014 (fjh)
Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei sind seit etwa 4.20 Uhr wegen eines Brandes in einem Hochhaus an der Straße "Am Richtsberg" in einem Großeinsatz. Mehrere Notrufe hatten eine starke Rauchentwicklung gemeldet.
Nach ersten Ermittlungen war das Feuer im Keller des Studentenwohnheims Am Richtsberg 88 ausgebrochen.
Feuerwehr und Polizei waren mit insgesamt 260 Helfern vor Ort. Neben 120 Feuerwehrleuten und 120 Sanitätern waren 20 Polizeibeamte im Einsatz.
Die Rettungskräfte gehen davon aus, dass um 13.30 Uhr keine Personen mehr im Gebäude waren. Die Löscharbeiten waren gegen 11.30 Uhr beendet.
Der mutmaßliche Brandherd im Keller des Gebäudes ist abgesperrt. Ermittlungen zur Brandursache sind noch nicht möglich, da ein Betreten des mit Löschschaum gefluteten und nach wie vor heißen und verrauchten Kellers noch nicht möglich ist.
Am Morgen drang die Feuerwehr Stockwerk für Stockwerk vor, um die Bewohner des Hauses zu evakuieren. Dazu setzte sie auch Drehleitern ein, um diejenigen Bewohner zu erreichen, an die sie von innen nicht herankommen konnte. Die Rettung dauerte mehrere Stunden, da jede Person einzeln heruntergeleitet wurde.
In dem elfgeschossigen Haus sind 280 Menschen gemeldet. Das Gebäude wird als Wohnheim für Familien von Studentinnen und Studenten genutzt. Es ist das höchste Wohnhaus Marburgs.
Soweit keine ärztliche Behandlung notwendig war, wurden die Bewohner mit Stadtbussen an eine eigens eingerichtete Betreuungsstelle gebracht. Sie befindet sich im Georg-Gaßmann-Stadion. Dort erfolgt die Betreuung und Organisation der weiteren Unterbringung
durch die Fachkräfte des Deutschen Roten Kreuzes, die Universitätsstadt Marburg und das Studentenwerk.
Für Angehörige wurde ein Bürgertelefon eingerichtet unter der Rufnummer 06421/201-9900. 23 Menschen befinden sich zur Behandlung von Rauchgasvergiftungen im Krankenhaus. Ein Feuerwehrmann erlitt einen Kreislaufkollaps.
Die Rettungsmaßnahmen machten eine Vollsperrung der Sonnenblickallee notwendig, sodass es zu Verkehrsbehinderungen kam. Die Polizei veranlasste Rundfunk-Warnmeldungen mit der Bitte, den Brandort weiträumig zu umfahren. Auch der Stadtbusverkehr der Linien 1, 4 und 6 wurde durch den Brand behindert.
Oberbürgermeister Egon Vaupel, Bürgermeister Dr. Franz Kahle und Landrätin Kirsten Fründt machten sich vor Ort ein Bild der Lage. Vaupel zeigte sich erleichtert: "Ich freue mich über die reibungslose Zusammenarbeit aller Beteiligten und danke den Einsatzkräften von Herzen für ihren engagierten Einsatz."
Franz-Josef Hanke/pm
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