20.05.2014 (bmh)
Nach der Balkan-Flut läuft die Nothilfe in Bosnien-Herzegowina an. Dabei kooperiert die Marburger Hilfsorganisation Terra Tech im Kanton Zenica-Doboj mit AWO International und dem bosnischen Partnerverein Humanost.
Vor Ort konzentriert sich die Hilfe auf das Bosna-Tal zwischen Zenica und Maglaj. Dort liegt der Schwerpunkt auf den Gemeinden Zenica, Zavidovici, Žepce und Maglaj sowie den Bergdörfern im Einzugsgebiet.
ein Team von Humanost hat die Region am Montag (19. Mai) bereist, um sich einen Überblick über die konkrete Situation zu verschaffen. Die Eindrücke sind verheerend.
Die Gemeinde Maglaj wurde am härtesten getroffen. Neben Wohnhäusern wurde dort vor allem auch die öffentliche Infrastruktur stark zerstört.
Einrichtungen wie die Gemeindeverwaltung, Schulen, die Polizeistation und Kliniken sind teils unbrauchbar geworden. Schnelle Hilfe ist hier auch wegen der erhöhten Seuchengefahr durch den Schlamm nötig.
In Zavidovici sind rund 300 Häuser unbewohnbar geworden. Darüber hinaus werden 3.000 Menschen auf externe Nahrungsmittelhilfe angewiesen sein.
Žepce meldet vor allem Bedarf an Kraftstoff, damit die umliegenden Gemeinden mit Hilfslieferungen versorgt werden können. Derzeit zeichnet sich dort ab, dass es ab Juni einen Nahrungsmittelengpass für bis zu 2.000 Menschen geben wird.
Als erste Maßnahme wird am Dienstag (20. Mai) mit Säuberungsarbeiten in Maglaj begonnen, um dem Ausbruch von Seuchen vorzubeugen und den Wiederaufbau der lokalen Infrastruktur vorzubereiten. Darüber hinaus sind die Verteilung von Hygieneartikeln, Desinfektionsmitteln sowie vor allem auch Lebensmitteln wie Konserven und Trockennahrung und Nudeln an die betroffene Bevölkerung geplant. Zusätzlich zu den von Terra Tech zugesagten 10.000 Euro stellt AWO International weitere 5.000 Euro für die schnelle Nothilfe zur Verfügung.
pm: Terra Tech
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