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Formen des Reichtums


Neujahrsempfang 2014in der Georg-Gaßmann-Halle

19.01.2014 (fjh)
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Mit dem "Kanon" von Johann Pachelbl eröffnete die "Streicherbande" der Erich-Kästner-Schule am Samstag (18. Januar) den Neujahrsempfang der Universitätsstadt Marburg. Erstmals fand diese Veranstalgung in der Georg-Gaßmann-Halle statt.
Die Kinder und ihre Musik gäben ein beeindruckendes Beispiel davon, wie wichtig eine frühzeitige musische Förderung sei, erklärte Vaupel. Unter dem Beifall
der knapp 1.200 Gäste betonte er, dass die Freiwilligen Mittel der Stadt Marburg in die Kultur eine überaus lohnende Investition darstellten. Ohne diese
Mit dem "Kanon" von Johann Pachelbl eröffnete die "Streicherbande" der Erich-Kästner-Schule am Samstag (18. Januar) den Neujahrsempfang der Universitätsstadt Marburg. Erstmals fand diese Veranstalgung in der Georg-Gaßmann-Halle statt.
Das Stichwort "Solidarität" durchzog seine Rede danach wie ein roter Faden. Marburg zeichne sich aus durch die Solidarität mit Fremden, Behinderten und das ehrenamtliche Engagement vieler Bürger in allen Bereichen vom Sozialwesen über Politik und Kultur bis hin zum Sport.
"Wer betrügt, der fliegt." Diese Aussage der bayerischen CSU brandmarkte Vaupel als populistische Parole geen Ausländer. Nehme man sie jedoch ernst, dann säßen Horst Seehofer und Karl-Heinz Rummenigge bereits im Flieger, während Uli Hoeness noch beim Einchecken sei.
Marburg hingegen sei eine weltoffene Stadt. Hier herrsche eine Willkommenskultur auch gegenüber Menschen aus fremden Ländern, betonte Vaupel. Das sei jedoch nicht allein das Verdienst der Politiker, sondern vor allem eine gemeinsame Grundhaltung der Bürgerschaft.
Anhand einiger Zahlen belegte Vaupel die Leistungskraft der Stadt. Inzwischen übersteigen die Rücklagen die Summe der Kredite, berichtete er. Allerdings schlage sich das noch nicht in der Liquidität nieder.
Eine deutliche Steigerung des Gewerbesteueraufkommens belege die Attraktivität Marburgs als Wirtschaftsstandort. Noch zugkräftiger stelle sich die Stadt im Tourismus dar: Um stolze 39 Prozent gestiegen sei die Zahl der Gästeübernachtungen in Marburg.
Um fünf Prozent habe die Zahl der Wohnungen im Jahr 2012 zugenommen. Allerdings sei die Zahl der Studierenden inzwischen auf 25.000 angewachsen. Deshalb arbeite die Stadt weiterhin gemeinsam mit privaten Investoren an der Schaffung neuen Wohnraums.
Neben Unterkünften für Studierende richte sich das Augenmerk dabei auch auf barrierefreie Wohnungen. Auch hier könne die Stadt erfreuliche Zuwächse verzeichnen.
Auch der Umbau der Stadthalle zu einem kulturellen Zentrum sowie die Neugestaltung ihres Umfelds und des Bahnhofsvorplatzes stellten wichtige Investitionen in die Stadterneuerung dar. Hinzu kommen Neubauten der Philipps-Universität für den Deutschen Sprachatlas auf dem ehemaligen Brauereigelände und die künftige Zentralbibliothek am Pilgrimstein als Bestandtteile des innerstädtischen "Campus Firmanei".
Auf der neugestalteten Fläche bei der Stadthalle werde am Sonntag (29. Juni) der Katholikentag 2014 stattfinden, kündigte Vaupel an. Damit werde die Kirche Sankt Peter und Paul auch eine Aufwertung erfahren.
Alle Fortschritte seien nur im Zusammenwirken vieler Menschen möglich geworden, betonte der Oberbürgermeister. Dem scheidenden Landrat Robert Fischbach dankte er mit einem ganz besonderen Geschenk: Ihren Streit, ob der Landkreis Marburg-Biedenkopf oder die Universitätsstadt Marburg Lokomotive der regionalen Entwicklung sei, schlichtete Vaupel mit einer von der städtischen Verwaltungsmanagerin Melanie Drusel selbst gebackenen Dampflok und dem Hinweis, die Stadt sei der Kohlentender, ohne den die Lok nicht fahren könne.
Franz-Josef Hanke
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