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Bildung 2013


Baumaßnahmen trotz Mängelverwaltung

31.12.2013 (fjh)
Erneut konnte die Philipps-Universität einen Anstieg der Studierendenzahl verzeichnen. Noch nie haben so viele junge Leute in Marburg studiert wie im Wintersemester 2013/2014.
gleichzeitig herrschte indes auch noch nie so große Finanzknappheit an der Uni. Angesichts der Finanznot hat das Land Hessen die Philipps-Universität zu einem drastischen Sparkurs verdonnert.
Für Baumaßnahmen ist jedoch genügend Geld vorhanden. Mehrere hundert Millionen Euro investieren Bund und Land in neue Universitätsgebäude.
Im Herbst wurde mit dem Bau der neuen Zentralbibliothek am Pilgrimstein begonnen. Kurz zuvor hatten auf dem benachbarten Gelände der ehemaligen Brauerei auch die Bauarbeiten für den Deutschen Sprachatlas begonnen. Damit ist der "Campus Firmanei" von der Planungs- in die Bauphase übergegangen.
Angesichts der Rekordzahl an Studierenden hat die - ohnehin schon große - Wohnungsnot 2013 dramatische Ausmaße angenommen. Mit der Besetzung der ehemaligen Augenklinik an der Robert-Koch-Straße hat eine Gruppe von Studentinnen und Studenten auf diese Problematik aufmerksam gemacht. Eine Vielzahl politischer Gruppen und Institutionen sowie zahlreiche Einzelpersonen haben die Universitätsleitung bis zum Jahresende vergeblich aufgefordert, ihre Strafanzeigen gegen die Hausbesetzer zurückzunehmen.
Ein weiterer Konflikt war die Situation am Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM). Hier hingegen hat fast die gesamte Universität ebenso wie große Teile der Bevölkerung Partei für die Interessen von Patienten und Beschäftigten und damit gegen den Sparkurs der Rhön-AG bezogen.
Nach wie vor nicht in Betrieb ist die Partikeltherapie am UKGM. Das hat auch die Forschung an der Uni in Mitleidenschaft gezogen. Dabei arbeitet die Universität doch gerade in den Bereichen Medizin, Biologie und Physik eifrig an ihrem guten Ruf.
Andere Städte haben eine Universität; Marburg ist eine Universität. Dieses Motto liegt dem Antrag Marburgs auf Eintragung in die Welterbe-Liste der UNESCO zugrunde. Während der Bergpark Kassel Wilhelmshöhe 2013 bereits zum Weltkulturerbe erklärt wurde, muss die Universitätsstadt Marburg auf die Entscheidung über ihren Antrag voraussichtlich noch einige Jahre warten.
Franz-Josef Hanke
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