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Durchgeknallt


Feuerwehr warnt vor unvorsichtigem Umgang mit Böllern

28.12.2013 (fjh)
Raketen und Böller können Brände und schwere Verletzungen verursachen. Darauf hat der Landkreis Marburg-Biedenkopf angesichts der am Samstag (28. Dezember) beginnenden Verkaufssaison für das Sylvesterfeuerwerk hingewiesen.
Das traditionelle Abbrennen von Feuerwerkskörpern in der Sylvesternacht birgt viele Gefahren. Der Spaß der Silvesterknallerei kann sehr unangenehme Folgen haben.
"Man darf nicht vergessen: Feuerwerkskörper und Raketen sind Sprengstoff", warnte Kreisbrandinspektor Lars Schäfer. "Durch Unfug oder unachtsamen Umgang mit Silvesterfeuerwerk hat schon für so manchen das neue Jahr schlecht angefangen."
Nicht geprüfte Knallkörper - illegal eingeführt oder auch selbst gebastelt - stellen neben dem unachtsamen Umgang mit Feuerwerkskörpern eine besondere Gefahr dar. Vor allem Minderjährige sind von Feuerwerkskörpern fasziniert. Erwachsene sollten daher mit ihren Kindern über die Gefahren reden.
"Wer umsichtig und verantwortungsvoll mit Böllern umgeht, kann als Vorbild manche schwere Verletzung oder auch Brände verhindern", bemerkte Schäfer. Kinder und Jugendliche sollten nicht mit Feuerwerkskörpern hantieren.
Das Abbrennen der Böller und Raketen in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen ist untersagt. Dieses Verbot gilt auch für das Umfeld von Fachwerkhäusern. In der gesamten Marburger Oberstadt ist das Zünden von Feuerwerk verboten.
Feuerwerkskörper und Raketen darf man nicht blindlings und unkontrolliert wegwerfen. Niemals darf man auf Menschen oder Tiere zielen. Ebensowenig sollte man die Böller oder Raketen in Richtung auf Häuser abschießen.
Wenn Knallkörper in der Hand explodieren, drohen schwerste Verletzungen. Keinesfalls sollte man Böller oder Raketen unter, auf oder gar nach fahrenden Fahrzeugen werfen.
Die Wohnung kann man in der Sylvesternacht vor Brandgefahren schützen, indem man Möbel, Hausrat und andere brennbare Gegenstände von Balkonen und Terrassen entfernt. Fenster und Türen - insbesondere auch Dach- und Kellerfenster - sollte man geschlossen halten.
Sollte dennoch etwas passieren, muss man unbedingt Ruhe bewahren. einen Notfall sollte man sofort über den Notruf "112" melden. Die Rettungsleitstelle ist natürlich auch an Silvester rund um die Uhr erreichbar.
Ist das Feuer noch im Entstehen begriffen, sollte man schnellstens erste Löschversuche unternehmen, um den Brand schon im Keim zu ersticken. Löschversuche sollte man aber nur unternehmen, wenn sie ohne Selbstgefährdung möglich sind.
Niemals sollte man verqualmte Räume betreten. Dort bilden sich tödliche Brandgase.
Vielmehr sollte man die Tür schließen und die Feuerwehr alarmieren. Dann sollte man vor dem Haus auf die Einsatzkräfte warten.
Wenn Löschversuche nicht möglich sind, sollte man die Fenster des Raums schließen, sofern das ohne eigene Gefährdung möglich ist. Den Raum, in dem es brennt, sollte man sofort verlassen und die Tür hinter sich schließen. Dadurch wird eine Ausbreitung von Feuer und Rauch verhindert.
Alle Personen im Haus muss man unbedingt warnen und sich selbst in Sicherheit bringen. Anderen Personen sollte man bei Bedarf helfen.
Wenn man das Gebäude über das Treppenhaus nicht mehr verlassen kann, sollte man sich in einen sicheren Raum flüchten. Alle Türen sollte man hinter sich schließen und sich am geöffneten Fenster bemerkbar machen.
Brandverletzungen sollte man sofort mit Wasser kühlen und anschließend steril abdecken. Dazu sollte man nach Möglichkeit steriles Verbandmaterial - zum Beispiel aus dem Auto-Verbandkasten - nutzen. Feuerwehren, Notärzte und Rettungsdienst stehen im Landkreis Marburg-Biedenkopf auch in der Sylvesternacht bereit, um im Notfall zu helfen.
pm: Landkreis Marburg-Biedenkopf
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