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Vor zwei Tagen


Zweite Kita in Michelbach zertifiziert

20.12.2013 (fjh)
Im Rahmen eines Eltern-Kind-Nachmittags wurde am Mittwoch (18. Dezember) die Kindertagesstätte an der Friedrich-Fröbel-Straße offiziell zertifiziert und
darf sich nun "Haus der kleinen Forscher" nennen. Nachdem bereits im April die Kindertagesstätte "Am Waldacker" anlässlich der Jubiläumsfeiern beider Kindergärten als erste in der Universitätsstadt Marburg zertifiziert worden ist, freute sich Renate Beetz als Leiterin beider Einrichtungen umso mehr, dass nun auch die zweite Einrichtung im Marburger Stadtteil Michelbach die offizielle Anerkennung "aufgrund ihres anhaltenden Engagements bei der Förderung frühkindlicher Bildung in den Bereichen Naturwissenschaften, Mathematik und Technik" bekommen hat.
"Ein ereignisreiches Jahr geht zu Ende und heute erhalten wir einen zusätzlichen Ansporn für unsere Arbeit", resümierte Beetz. Die offizielle Urkunde und die Plakette, die die Kita außen zieren wird, überbrachte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Kassel-Marburg Oskar Edelmann.
Die Zertifizierung ist eine gemeinsame Initiative des Netzwerks "IHK-Kassel
– Forscherkids" und der gemeinnützigen Initiative "Haus der kleinen Forscher". In zertifizierten Einrichtungen gehört Forschen und Experimentieren zum Alltag.
Um das Zertifikat zu erhalten, müssen zwei Erzieherinnen entsprechende Kurse belegt haben. In diesem Zusammenhang dankte Beetz besonders Heike Staffel und Kathrin Uthe - aber auch dem ganzen Team der Kita - für ihr Engagement.
Für die Erzieherinnen stehen nun ständige Fortbildungen auf dem Programm. Die pädagogischen Fach- und Lehrkräfte werden mit dem Ziel geschult, Kindern die alltägliche Begegnung mit naturwissenschaftlichen, mathematischen und technischen Themen zu ermöglichen.
Phänomene sollen mit einfachen Materialien erforscht werden. Mit der Freude am Forschen würden eine Reihe weiterer Kompetenzen wie Sprach- und Sozialkompetenz, Feinmotorik und Selbstbewusstsein gefördert. Davon profitieren die Kinder nach Überzeugung der Initiatoren ein Leben lang.
Frühkindliche Bildung heiße im konkreten Fall, unter anderem Technikbegeisterung schon bei den Kleinsten zu schaffen, denn in diesem Alter würden die Grundlagen gelegt. Edelmann verwies darauf, dass es bereits in der Grundschule dafür zu spät sein könnte. "Wir sehen deshalb schon jetzt hier sehr viele Ingenieurinnen und Ingenieure sowie Forscherinnen und Forscher der Zukunft", betonte er.
Zu den Gratulanten gehörte unter anderem Monika Stein, die ab dem 1. Januar 2014 zusammen mit Stefanie Lambrecht den Fachdienst Kinderbetreuung der Universitätsstadt Marburg leiten wird. Auch sie verwies darauf, dass Forschen und Experimentieren ein wichtiger Teil der pädagogischen Arbeit sei.
Es gelte, die Neugierde der Kinder dafür zu wecken, was hinter etwas stehe und was man damit machen kann. Das bedürfe guter Konzepte und Zeit, die dafür aufgebracht werde. Durch beides zeichne sich die Kindertagesstätte an der Friedrich-Fröbel-Straße aus.
Dass die Kindertagesstätte bereits viel in dem Bereich getan hat, zeigten die Kinder selbst. Nachdem sie das Jubiläumslied vorgetragen hatten, in dem es unter anderem heißt "Wir Kinder kommen gern ins Haus der kleinen Forscher", spielten sie die Geschichte von Geraldine und der Mäuseflöte eindrucksvoll gemäß des derzeitigen Themas der Kita "Akustik und Klänge" nach. Zuvor habe man bereits das Thema Zeit behandelt, erläuterte Beetz.
Um die Zertifizierung kann sich jede Kita bewerben, die Teil eines lokalen Netzwerks der Stiftung "Haus der kleinen Forscher" ist. Für den Landkreis Marburg-Biedenkopf ist seit 2012 auch das Netzwerk "Forscherkids" der IHK Kassel zuständig.
pm: Stadt Marburg
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