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Weiterer Erfahrungsaustausch


Peer-Projekt zu Berufsbildung zeichnete Aktive aus

28.11.2013 (ms)
Als Anerkennung und Wertschätzung ihres sozialen Engagements im Rahmen des Peer-Group-Projekts haben junge Auszubildende am Mittwoch (27. November) Zertifikate erhalten. Der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern und Christian Meineke vom Fachbereichs "Zentrale Jugendhilfedienste" der Universitätsstadt Marburg überreichten die Zertifikate im andratsamt.
Bei dem Peer-Group-Projekt werden junge Auszubildende zu Berufsberatern. .Schülern geben sie auf Augenhöhe wertvolle Tipps für den Einstieg in Ausbildung und Beruf.
Bei dem Projekt handelt es sich um eine Kooperation zwischen der Universitätsstadt Marburg und dem Landkreis Marburg-Biedenkopf, Bei sogenannten Peer-Group-Ansätzen werden Informationen durch Personen der gleichen Alters- oder Betroffenengruppe vermittelt, um einen authentischen und damit nachhaltigeren Wissenstransfer zu erreichen. Im Projekt berichten Auszubildende aus unterschiedlichen Berufsbereichen Schülern von ihrem Weg in Ausbildung und Beruf.
Der Austausch auf Augenhöhe soll die Schüler im Prozess der Berufsorientierung stärken und motivieren. Darüber hinaus werden die Auszubildenden in ihrer persönlichen Entwicklung gefördert. Das ist auch ein Grund dafür, dass Betriebe sich hier gerne beteiligen und ihre Auszubildenden für das Projekt freistellen.
"Ziel des Projekts ist es, Schülerinnen und Schülern zu ermöglichen, ihre individuellen Fragen zu Ausbildung und Ausbildungsplatzsuche mit jungen Menschen zu besprechen, die diese Phase gerade abgeschlossen haben“, erläuterte McGovern. Meineke ergänzte: "Der Austausch auf Augenhöhe soll die Schülerinnen und Schüler auf ihrem Weg in den Beruf motivieren und stärken.“ Beide lobten diese gemeinsame Arbeit, die auf die aktuellen Erfordernisse junger Menschen eingehe.
Das Projekt kann auf vier erfolgreiche Jahre zurückschauen. Nach der Akquise von 26 Auszubildenden befindet es sich in der aktiven Planungsphase für das zweite Schulhalbjahr.
Innerhalb der letzten Monate wurden 26 Peers aus so unterschiedlichen Bereichen wie Einzelhandel, Gesundheit und Pflege, Industrie sowie Verwaltung angeworben. Die Schulungen der Peers finden im Januar und Februar 2014 statt.
In Kleingruppen erarbeiten die Peers ihre Unterrichtsentwürfe. Im Zeitraum von März bis November 2014 erfolgen dann die Unterrichtseinsätze.
Im Schuljahr 2012/2013 sind im Rahmen des Projekts an acht Schulen fast 600 Schüler in 30 Klassen informiert und beraten worden. Insgesamt konnten in den vier Projektjahren über 2.000 Schüler von den Erfahrungen der Auszubildenden profitieren.
Zudem sollen die Auszubildenden in ihrer persönlichen und sozialen Entfaltung gefördert werden. Weiterhin leisten die Betriebe durch Freistellung ihrer Auszubildenden einen wichtigen Beitrag zum schulischen Berufsorientierungsprozess.
Bei den betreffenden Schülern ist das Projekt auf große Resonanz gestoßen ist. Die Reaktionen waren sehr anerkennend. Immer wieder wurde angemerkt, wie positiv die Schülerinnen und Schüler es fanden, dass junge Auszubildende zu ihnen kommen.
Das Projekt ist unter anderem von der hessischen Landesstrategie "Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit bei der Schaffung und Besetzung von Ausbildungsplätzen in Hessen“ (OloV) als innovatives "Best-Practice-Beispiel“ ausgezeichnet worden. Das ist vor allem auf den aktiven Einsatz der Peers sowie die gute Zusammenarbeit mit den Arbeitgebern und Schulen zurückzuführen
pm: Stadt Marburg
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