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Volkstrauertag


Gedenken an Opfer von Krieg und Verfolgung

17.11.2013 (fjh)
Mit der traditionellen Kranzniederlegung am Vorabend des Volkstrauertags haben am Samstag (16. November) Bürgermeister Dr. Franz Kahle für die Universitätsstadt Marburg und Landrat Robert Fischbach in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Kreisverbands des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge der Toten der Kriege gedacht. Für den musikalischen Rahmen auf dem Gräberfeld des Zweiten Weltkriegs auf dem Marburger Hauptfriedhof sorgte das Blasorchester des TSV Ockershausen.
Weitere Kränze kamen unter anderem von der Bundeswehr und der Philipps-Universität. Die Ansprache hielt in diesem Jahr turnusmäßig für die Stadt Bürgermeister Dr. Franz Kahle, der den erkrankten Oberbürgermeister Egon Vaupel vertrat.
"Wir gedenken heute der Männer, Frauen und Kinder, die Opfer von Kriegen geworden sind, insbesondere der beiden großen Weltkriege, aber auch derjenigen, die als Teil von Minderheiten wie Juden und Sinti Opfer von Gewaltherrschaft geworden sind", hob Kahle hervor. Auch heute gebe es in vielen Teilen der Welt wie beispielsweise in Syrien Menschen, die sinnlose Opfer von Gewalt und Krieg würden. Diejenigen, die selbst erlebt hätten, wie lange das Leid in deutschen Familien nach dem Zweiten Weltkrieg gedauert hat, der könne ermessen, wie lange bei diesen Menschen das Leid andauern werde.
"Denn es sind immer die einzelnen Schicksale und nicht die Staaten, die leiden", bemerkte der Bürgermeister. Erinnern wolle er aber auch an die Soldaten der Bundeswehr, die bei Einsätzen in Krisengebieten ums Leben gekommen sind.
Der Tag des Erinnerns und Gedenkens könne Auswege aufzeigen. Insbesondere die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sei das, was geleistet werden könne und müsse.
"Die Völkerverständigung kommt nicht von alleine", stellte Kahle fest. Deshalbmüsse die Jugend der Welt im friedlichen Miteinander für den Frieden sorgen. Dabei müsse man sie unterstützen.
Abschließend lobte Kahle die Verdienste des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Vorbildlich kümmere er sich um die Gräber in vielen Ländern und leiste so ebenfalls seinen Beitrag für eine friedliche Zukunft durch Erinnern.
pm: Stadt Marburg
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