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Geograph unterwegs


1,6 Millionen für Projekt zum Regenwald in Ecuador

22.07.2013 (nmf)
Die Koordination von einem neuen Forschungs- und Forschungstransferprogramm wird von dem Marburger Geograph Prof. Dr. Jörg Bendix geleitet. Das Projekt läuft im Rahmen der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Es trägt den Titel "Platform for Biodiversity and Ecosystem Monitoring and Research in South Ecuador". Es wird von der DFG mit insgesamt fünf Millionen Euro gefördert. 1,6 Millionen Euro gehen davon an die Philipps-Universität Marburg als koordinierende Hochschule.
Ein transdisziplinäres Konsortium aus Bio-, Forst-, Geowissenschaftlern und Sozioökonomen aus acht deutschen und vier ecuadorianischen Universitäten hat sich zusammengefunden, um im Süden Ecuadors gemeinsam an der Erforschung der Folgen des Umweltwandels auf die Biodiversität und Ökosystem-Dienstleistungen zu arbeiten. Auf wissenschschaftlicher Basis sollen nachhaltige Landnutzungssysteme und funktionale Monitorsysteme entwickelt werden.
Die Forschungen werden in besonders gefährdeten Ökosystemen Ecuadors, dem Bergregenwald der Region Loja, dem Tumbesischen Trockenwald bei Laipuna und dem Cajas Nationalpark in der Nähe Cuencas durchgeführt.
Besonders die Entwicklung regionaler Monitoringsysteme hat international einen hohen Stellenwert erreicht. Im Jahr 2013 stellt sie einen Hauptpunkt auf der Agenda des neu geschaffen Weltbiodiversitätsrats mit Sitz in Bonn dar.
Neuartig ist im Forschungsprogramme die Entwicklung funktionaler Monitoringsysteme, bei der hochsensible Indikatoren auf verschiedenen räumlichen Skalen entwickelt werden. Sie zeigen frühzeitig negative Reaktionen ganzer Ökosystem-Bereiche auf den Umweltwandel an.
Auf deutscher Seite wurden 13 wissenschaftliche Teilprojekte durch die DFG bewilligt, 10 davon aus DFG-Sondermitteln des Forschungstransfers. Die sechs beteiligten ecuadorianischen Projekte werden erstmals durch die nationale Forschungsförderung SENESCYT (Secretaría Nacional de Educación Superior, Ciencia, Tecnología e Innovación) mit zusätzlichen 3,5 Millionen US-Dollar gefördert. Die vier außeruniversitären Partner tragen weitere 2,3 Millionen US-Dollar bei. An dem gesamten Programm sind vier Marburger Arbeitsgruppen beteiligt. Aus dem Fachbereich Biologie sind dies: Prof. Dr. Nina Farwig (Conservation Ecology), Prof. Dr. Roland Brandl (Allgemeine Ökologie und Tierökologie) sowie Prof. Dr. Birgit Ziegenhagen (Conservation Biology). Aus dem Fachbereich Geographie sind es Prof. Dr. Jörg Bendix als Koordinator des Programms sowie Dr. Katja Trachte. Die Projekte beschäftigen sich mit der gemeinsamen Indikatorenentwicklung für großflächiges Monitoring der Biodiversität und ausgewählter biologischer Ökosystemfunktionen. Besonders wird dabei der ökosystemare Wasserhaushalt untersucht.
Darüber hinaus sind die Simulation des zukünftigen Klimawandels im Süden Ecuadors und die Entwicklung einer gemeinsamen Monitoring-Datenbank Thema der Marburger wissenschaftlichen Arbeiten.
pm: Philipps-Universität Marburg
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