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Alptraumklinik


Krause bedauert mangelnde Gesprächsbereitschaft der Hausbesetzer

21.07.2013 (fjh)
Bedauert hat Universitätspräsidentin Prof. Katharina Krause, dass die Besetzer der ehemaligen Augenklinik auf den Vorschlag einer gütlichen Einigung mit der Philipps-Universität nicht eingegangen sind. Die 2011 vom Klinikum geräumte und an die Universität übergebene Augenklinik an der Bahnhofstraße war am Freitag (19. Juli) besetzt worden.
Die Hausbesetzer wollen nach eigenen Angaben durch ihre Aktion auf das Fehlen von „selbstverwalteten und unkommerziellen Räumen“ in Marburg aufmerksam machen, in denen sich Menschen treffen und mit anderen austauschen können. Sie haben außerdem öffentlich mitgeteilt, dass das Gebäude von allen Interessierten als Notbettenlager genutzt werden könne.
Universitätskanzler Dr. Friedhelm Nonne hatte am Samstag (20. Juli) den Besetzern angeboten, dass die Universität die Besetzung bis zum Ende der - für die bevorstehende Woche geplanten - Veranstaltungsreihe zum Thema "Wem gehört die Stadt?“ dulden könne, wenn eine klare Zusicherung für die anschließende freiwillige Räumung gegeben werde und Verwaltungsmitarbeiter während der Besetzung die Möglichkeit einer Begehung des Gebäudes erhielten. Nach internen Beratungen gingen die Besetzer nicht auf diesen Vorschlag ein und forderten stattdessen einen öffentlichen "Aushandlungsprozess“
mit der Präsidentin "in den kommenden Tagen“.
"Wer auf ein konkretes Angebot mit politischer Rhetorik reagiert und auf Zeit spielt, hat offenbar kein Interesse an einer Einigung,“ stellte die Präsidentin fest. Das Präsidium werde nun über das weitere Vorgehen beraten.
Wie die Präsidentin ergänzend mitteilte, werde derzeit der Umbau der Klinik für eine Nutzung durch den Fachbereich Pharmazie vorbereitet, um die Aufnahme von zusätzlichen Studierenden in diesem Fach zu ermöglichen. Die Planung sei bereits weit fortgeschritten. Erste Umbaumaßnahmen seien für den Herbst 2013 vorgesehen.
Derzeit würden die Entrümpelung und der Rückbau der Haustechnik vorbereitet. Die Universität erhalte für diese Baumaßnahme Sondermittel von zirka 11 Millionen Euro aus dem Hochschulpakt 2020. Der Bezug des Gebäudes durch den Fachbereich solle zum Wintersemester 2014/2015 erfolgen.
pm: Philipps-Universität Marburg
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