29.06.2013 (fjh)
Persönliche Erinnerungen an die Jahre 1968 bis 1972 sucht das Produktionsteam von "Warum läuft Herr R. Amok?“. "68–72" ist die Hausnummer des
Hessischen Landestheaters Marburg. Als Jahreszahl umschließen die Ziffern aber auch den Siedepunkt des politischen Umbruchs der westdeutschen Bundesrepublik des 20. Jahrhunderts.
Während Rudi Dutschke forderte "Geht nach Hause und macht die Revolution“, wurden andernorts Kinder geboren, Studienabschlüsse gefeiert und die Führerscheinprüfung wiederholt. Zur gleichen Zeit wurde in der angrenzenden DDR per Volksentscheid die neue Verfassung angenommen. Das Gerücht machte damals die Runde, die "Rolling Stones“ würden auf dem Dach des Axel-Springer-Hochhauses unweit der Berliner Mauer spielen.
"Aber an was erinnern Sie sich?", fragt das Hessische Landestheater. "Kindergeburtstage, die erste große Liebe oder den ersten Job?" Was es auch immer ist, Regisseur Christian Fries und sein Team der Produktion "Warum läuft Herr R. Amok?“ interessieren sich dafür.
Für Rainer Werner Fassbinders Analyse einer bewusstlos gewordenen Angestelltenkaste, die am Samstag (14. September) auf der Bühne des Hessischen Landestheaters Premiere feiern wird, werden persönliche Erinnerungen aus den Jahren 1968 bis 1972 gesucht, die impulsgebend für die Stückerarbeitung sein sollen. Als kurze Video-Clips werden die privaten Ein- und Rückblicke als eine Art dokumentierendes Gedächtnis der Jahre 1968 bis 1972 fungieren und eine Brücke zu internationalen und nationalen Ereignissen schlagen. Als Zeitzeugnis werden sie dann für jedermann auf der Homepage des Hessischen Landestheaters Marburg einzusehen sein.
Die Produktionsdramaturgin Eva Bormann freut sich noch bis Freitag (5. Juli) und dann wieder nach der Spielzeitpause ab Donnerstag (22. August) auf eine Kontaktaufnahme per Mail an
e.bormann at t h e a t er-marburg.de auf spannende, ungewöhnliche und persönliche Erinnerungen.
pm: Hessisches Landestheater Marburg
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