25.06.2013 (fjh)
Gleich zweimal hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) Marburger Projekte in sein Förderprogramm "Anlaufstellen für Senioren" aufgenommen. Bundesgelder erhalten künftig die "Aktiven BürgerInnen Cappel" (ABC) sowie das "Marburger Hilfenetzwerk Miteinander-Füreinander", das durch Altenplanung, Freiwilligenagentur und Gemeinweseninitiativen aufgebaut wird.
Oberbürgermeister Egon Vaupel konnte die Nachricht der Förderung bei einem der halbjährlichen Treffen aller Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher sowie Verantwortlichen der Nachbarschafts- und Bürgerhilfen weitergeben, die von dem begünstigten Kooperationsprojekt der Universitätsstadt Marburg mit der Freiwilligenagentur und den Gemeinweseninitiativen profitieren werden. In der Begründung des Ministeriums heißt es, dass sich die ausgewählten Initiativen "durch eine besonders hohe fachliche Qualität,
einen vorbildlichen Praxisbezug sowie gelungene innovative Ideen auszeichnen“.
Der Verein ABC hat sich sehr über die Auszeichnung gefreut; denn ein Blick in die Liste der Geförderten zeigt, dass ABC nahezu die einzige Initiative ohne institutionellen Träger ist.
Um überhaupt eine antragsberechtigte Rechtsform zu erhalten, mussten die Cappeler zunächst einen gemeinnützigen Verein gründen. Bei fast alle anderen Anträgen stehen Kirchengemeinden, Kommunen oder Wohlfahrtsverbände im Hintergrund.
Das "Marburger Nachbarschaftshilfenetz Miteinander - Füreinander“ wird eine Bestandsaufnahme bereits vorhandener Bürger- und Nachbarschaftsinitiativen erarbeiten. Darüber hinaus wird in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Geographie der Philipps-Universität eine Befragung durch Studierende in den Ortsteilen Bortshausen, Dagobertshausen, Dilschhausen, Gisselberg, Moischt, Ronhausen, Wehrda und Wehrshausen durchgeführt, in der neben den Seniorinnen und Senioren auch Verantwortliche der Seniorenarbeit nach ihren Wünschen und Bedürfnissen befragt werden.
Eine Marktplatzveranstaltung am 22. November 2013 mit Oberbürgermeister Vaupel wird den Auftakt bilden. Engagierten soll sie die Gelegenheit geben, ihre Arbeit - aber auch ihre Anliegen an die Universitätsstadt Marburg - zu präsentieren.
pm: Stadt Marburg
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