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Üble Verbindungsnacht


Arminen hetzen gegen Marburger Grünen-Stadtverordneten

02.05.2013 (als)
Eine Hetzjagd gegen ihren Stadtverordneten Jan Sollwedel haben die Grünen Marburg am Donnerstag (2. Mai) beklagt. Der Politiker hatte an einer öffentlichen Studentenfeier der als gemäßigt geltenden Marburger Arminia teilgenommen. Nachdem Sollwedel sich bereits einige Stunden auf dem Fest befunden hatte, wurde er vom Veranstalter - mit Hinweis auf seine politische Tätigkeit - der Veranstaltung verwiesen.
"Mit dieser Aktion vollzieht die Arminia eine radikale Abkehr von ihrer bisherigen Haltung der politischen Neutralität", erklärte der Vorstand der Marburger Grünen. Die Arminia habe in dem von ihr selbst initiierten Manifest zur Gründung der "Marburger Liberalen Burschenschaften" den Widerstand und Kampf gegen extremistische Tendenzen in der Gesellschaft gefordert.
Durch einen Hausverweis verletze und verrate sie jedoch jene Werte, denen sie sich selbst in freier Entscheidung verpflichtet habe. Die Arminia verkenne, dass der Marburger Marktfrühschoppen in seiner derzeitigen Konzeption rechtsextremen Verbindungen in Marburg ein Forum biete. Rot-Grün werde dafür gegeißelt, das Problem um den Marburger Frühschoppen zu diskutieren. Stattdessen sei Sollwedel auf einer Studentenfeier "auf rüdeste Weise" hinausgeworfen worden.
Die Arminen sollten sich jedoch gemeinsam mit allen anderen - sich von Rechtsextremismus abgrenzenden - Studentenverbindungen in Marburg gegen eine Beteiligung von Rheinfranken und Germanen am Marktfrühschoppen aussprechen. Aber das Gegenteil geschehe. Nachdem ein Mitglied der katholischen Studentenverbindung "Thuringia" als erster dazu aufgerufen hatte Sollwedel hinauszuwerfen, wurde im Internet auf der Facebook-Seite eines Mitglieds der "Arminen" eine Hetzkampagne gegen den Stadtverordneten entfacht. Dem folgten weitere Diffamierungen einschließlich des Aufrufs eines Mitglieds der Turnerschaft "Schaumburgia" Sollwedel "in den Keller zu sperren".
Trotz dieses Vorfalls plädieren die Grünen weiterhin für eine Versachlichung und differenzierte Betrachtung beim Thema Marktfrühschoppen. Auch halten sie weiter an ihrer zweigeteilten Sicht auf Studentenverbindungen in Marburg fest. Der Vorwurf des Rechtsextremismus richte sich nur an einen sehr kleinen Teil der Verbindungen.
pm:Die Grünen
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