07.04.2013 (fjh)
Marburg ist eine sehr schöne Stadt. Eigentlich müssten Tausende von Touristen tagtäglich durch die Oberstadt flanieren oder hinauf zum Schloss steigen. Gering ist der Tourismus in Marburg zwar nicht, aber die Stadt könnte sicherlich mehr tun.
Ohnehin ist die Außendarstellung der
Universitätsstadt Marburg durchaus verbesserungsfähig. Während andere Städte wie Bonn über aktuelle Ereignisse auf
Twitter informieren, hat Marburg noch keinen eigenen Account bei dem Online-Nachrichtendienst.
Wichtig wäre das aber nicht nur zur Vergrößerung der Reichweite städtischer Mitteilungen; vielmehr ist Twitter gerade für Hörbehinderte der Informationskanal der Wahl. Ein Verzicht auf Twitter ist zugleich auch eine Absage an gehörlose Menschen.
Weil sich das nicht gehört, sollte die Stadt umgehend eine entsprechende Initiative ergreifen. Die Verbreitung wichtiger Nachrichten ist schließlich keine übermäßig große Aufgabe.
Zudem wäre eine solche Information ein zusätzlicher Weg, für Marburg zu werben. Eigentlich hat die schöne Stadt an der Lahn ja gar keine Werbung nötig, weil ihr Reiz für sich spricht; aber nützlich wäre die zwitschernde Werbetrommel doch.
Wenn sich Marburg um eine Aufnahme auf die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO bewirbt, dann muss die Stadt mehr Initiative zeigen. Weltweit bekannt werden kann die Schönheit Marburgs nur, wenn sie an möglichst vielen virtuellen und realen Stellen präsent ist. Das hat Marburg schließlich auch verdient.
Franz-Josef Hanke
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