07.11.2012 (ms)
Die zügige Planung des Hauses Sudetenstraße 24 fordert der Stadtverband der Grünen von der Marburger Altenhilfe St. Jakob. Statt eines neuen 80-Betten-Hauses schlagen Die Grünen ein Wohngruppenprojekt mit Quartiersbezug vor.
Diese Forderung entspricht dem Grundgedanken, dass der demographische Wandel die Entwicklung neuer Wohnformen erforderlich macht. Einer wachsenden Zahl älterer stehen immer weniger junge Menschen gegenüber.
2030 werden 29 Prozent der Menschen über 65 Jahre alt sein. 2005 waren es noch 19 Prozent.
Deshalb dürfe der stationäre Sektor nicht einfach immer weiter ausgebaut werden. Stattdessen seien zunehmend niedrigschwellige ambulante Angebote für alle älteren Menschen notwendig.
Die gelebte Integration eingewanderter Mitbürger müsse dabei in der quartiersbezogenen Altenpolitik berücksichtigt werden. Besonders am Richtsberg leben mehr Menschen als in anderen Stadtteilen, die aus ihrem religiösen und ethnischen Hintergrund besondere Bedürfnisse mitbringen.
Daher müsse die Verbindung zur Familie unter Einbeziehung der Pflege gewährleistet werden. Das gelte ebenso für alle pflegebedürftigen und dementen Menschen.
Die Grünen fordern Antworten auf die Fragen, wie der Bedarf am Richtsberg an quartiersorientierten Hausgemeinschaften für pflegebedürftige Bewohner umgesetzt wird. Das im Oktober 2012 vorgestellte Gutachten des Kuratoriums Deutsche Altershilfe biete dazu bereits gute Ideen.
Jede Neugestaltung des Angebots in der Sudetenstraße 24 brauche ein Konzept für den Umzug und die Übergangszeit. Für die Mitarbeiter fordern Die Grünen Sicherheit bei der Umsetzung des Konzepts und ihrer tariflichen Entlohnung.
pm: Stadtverband Die Grünen Marburg
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