31.10.2012 (fjh)
Eine Smartphone-App zur besseren Überwachung der Bluterkrankheit "Hämophilie" präsentieren die Marburger Wirtschaftsinformatiker David Schmoldt und Dr. Andreas Rösch Mitte November gemeinsam mit ihrer Forschungsgruppe an der Philipps-Universität auf der Medica in Düsseldorf. Beteiligt sind außerdem Dr. Wolfgang Mondorf vom Frankfurter Haemostas-Labor zur Diagnostik und Therapie von Gerinnungsstörungen sowie Dr. Hartmut Pollmann und PD Dr. Berthold Siegmund vom Münsteraner Institut für Thrombophilie und Hämostaseologie (ITH).
In dieser App, die auf allen führenden Smartphones läuft, können Patienten eine Echtzeit-Überwachung ihrer Krankheit durchführen, Blutungsereignisse dokumentieren und diese Daten online im Zusammenspiel mit einer App bei ihrem behandelnden Arzt oder ihrem Hämophilie-Zentrum analysieren. Ungewöhnliche Daten lösen dabei einen Alarm im Hämophilie-Zentrum aus. Das ermöglicht eine unmittelbare Behandlung von Episoden, die sonst ohne Behandlung bleiben würden oder erst zu einem späteren Zeitpunkt bei einem Arztbesuch behandelt würden.
Die Gesamtüberwachung der Daten erfolgt online auf einer eigens eingerichteten Internetseite. Im Zusammenspiel zwischen Patienten-App, Mediziner-App und Internetseite können Blutungsereignisse in Echtzeit erkannt und behandelt werden sowie Behandlungsziele zielsicher verfolgt werden. Die Forscher stellen Ihre App am Donnerstag (15. November) von 17 bis 17.50 Uhr beim "Health-It-Forum" auf der Medica in Düsseldorf in der Halle 15 am Stand 15A03 zur Diskussion.
pm: Philipps-Universität Marburg
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