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Tatort Romanistik


Uni verlängert Kooperation mit portugiesischem Institut

23.08.2012 (fjh)
Gemeinsam unterzeichneten der portugiesische Botschafter Caetano Luís Pequito de Almeida Sampaio, und Universitäts-Vizepräsident Prof. Dr. Harald Lachnit am Donnerstag (23. August) im Institut für Romanische Philologie eine Vereinbarung über die gemeinsame Förderung der portugiesischen Sprache und Kultur. Damit wird der seit 2009 bestehende Vertrag um drei Jahre verlängert.
"Es ist wichtig, dass Dinge, die funktionieren, auch in Zeiten wirtschaftlicher Krisen fortgeführt werden", sagte der Botschafter bei der Vertragsunterzeichnung. "Die Investition in Wissen und Kultur ist wichtig und auf lange Sicht am rentabelsten.“
In je drei Sprachkursen pro Semester können Studierende aller Fachrichtungen an der Philipps-Universität Portugiesisch lernen und sich so zum Beispiel auf Auslandsaufenthalte vorbereiten. Portugiesisch wird unter anderem in Brasilien, Angola, Mosambik und den Kapverdischen Inseln gesprochen.
Das Instituto Camões (I.C.) ist ein Pendant zum deutschen Goethe-Institut. Neben ihm wird der Portugiesisch-Unterricht auch von privater Seite finanziell unterstützt.
"Wir hoffen, dass wir mit dem Programm unserem privaten Förderer ein klein wenig von unserem Dank und unserer Verbundenheit zurückgeben können", sagte Prof. Dr. Gabriele Beck-Busse, die am Institut für romanische Philologie der Philipps-Universität Sprachwissenschaft unterrichtet. "Die Nachfrage nach den Kursen macht deutlich, dass es sich gelohnt hat, etwas für diese Weltsprache zu tun – und noch weiterhin lohnt.“
1998 stand das Studienfach vor dem Aus, weil die Universität keine Lektorenstelle mehr finanzieren konnte. Ein privater Mäzen übernahm daraufhin die Finanzierung der Sprachkurse.
Lachnit betonte die Bedeutung der portugiesischen Sprache und Kultur gerade im Zusammenhang mit den wachsenden internationalen Anforderungen an Hochschulen: "Die Weltsprache Portugiesisch trägt auch Dank der Vereinbarung mit dem Instituto Camões zur Sprachenvielfalt im Lehrprogramm der Philipps-Universität bei.“
Das Instituto Camões unterstützt neben Sprachkursen auch kulturelle Aktivitäten außerhalb Portugals. In Marburg soll im Herbst mit einer Filmvorführung an den Nobelpreisträger José Samarago erinnert werden, der im Juni 90 Jahre alt geworden wäre. Außerdem sind zweisprachige Lesungen geplant, mit denen Autoren der portugiesischsprachigen Welt einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt werden sollen.
Für 2014 ist eine Ausstellung zur Tradition der portugiesischen Azulejos geplant. Mit diesen ursprünglich typisch blauen Wandkacheln werden in Portugal seit Jahrhunderten die Fassaden von Gebäuden mit großflächigen bildlichen Darstellungen geschmückt.
pm: Philipps-Universität Marburg
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