02.06.2008 (sts)
Kaum stand das Schild zum Neubau des Hirsefeldstegs, da zog es auch schon die ersten interessierten Leser an. "Schade, dass der alte Steg abgerissen werden soll. Er passt so gut in diese Umgebung", sagte Studentin Helen Betar.
Im Mai 2009 sollen nun die Bauarbeiten für den neuen Steg beginnen. Das gaben Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne) und der städtische Brückenbeauftragte Rudolf Lotz am Montag (2. Juni) bei einem
Ortstermin bekannt. Das 1,6 Millionen Euro teure Projekt wird mit circa einer Million Euro vom Land Hessen bezuschusst und soll im Frühjahr 2010 abgeschlossen sein.
Eine Verkehrszählung im Juli 2006 ergab, dass bis zu 110 Fußgänger und 67 Radfahrer den nur 1,40 Meter breiten Steg pro Stunde überqueren. Gerade durch die Neugestaltung des Trojedamms sei der Hirsefeldsteg zu einer wichtigen Wegeverbindung zwischen Altstadt, Universitäts-Sportanlagen, Jugendherberge und dem Aquamar geworden, sagte Lotz. Da der Steg einerseits nicht den heutigen barrierefreien Mobilitätsanforderungen genüge und zum anderen jährliche Instandhaltungskosten von 35.000 Euro verursache, sei ein Neubau unumgänglich, erklärte Lotz weiter.
Der Neubau-Entwurf stammt bereits aus dem Jahr 1995. Schon 1998 hatte der Magistrat erstmals den Neubau des Hirsefeldstegs beschlossen. 2002 war der Beschluss erneuert worden. Im September 2007 erneuerte das Stadtparlament dann den Beschluss ein drittes Mal. "Dieses Mal wird aber wirklich gebau. Der Hirsefeldsteg hat neben der Universitätsstraße absolute Priorität", versprach Kahle.
Und es gab auch positive Reaktionen der ersten Schilder-Leser. "Ich finde es gut, dass der Steg breiter wird. Bei Gegenverkehr ging es schon sehr eng zu", sagte Student Marco Schnepfer. Ein wenig wehmütig fügte er aber hinzu: "Den alten Steg werde ich aber doch auch vermissen."
Stephan Sonntag
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