02.06.2008 (nur)
Eine Informationstafel zum Neubau "Hirsefeldsteg" schmückt seit Montag (2. Juni) das Lahnufer am Trojedamm. "Damit wollen wir Studierende ohne Tageszeitung über die Veränderungen in der Stadt informieren", erklärte Bürgermeister Dr. Franz Kahle.
Verändert werden soll der Übergang von der Jugendherberge zur Kindertagesstätte "Auf der Weide". Statt des hölzernen Hirsefeldstegs entsteht nach den Plänen des Architekten Maximilian Vogels fünf Meter weiter flussaufwärts eine Stahlbrücke.
"Holz hat eine sehr kurze Lebenserwartung", begründete der städtische Brückenbeauftragte Rudolf Lotz den Verfall des Stegs. Auch die Breite von lediglich 1,40 Metern sei nicht mehr zeitgemäß.
Der Hirsefeldsteg ist im Jahr 1920 nach einer sogenannten Sprengwerk-Bauweise errichtet worden. Er ist der letzte dieser Bauart von vormals drei Stegen, die einst über die Lahn führten.
Um den hölzernen Charakter des Stegs zu bewahren, hat sich die
Stadt Marburg bei der neuen Brücke für ein Tragwerk mit zehn Rahmen-Elementen aus Holz entschieden. Außerdem soll ein gläsernes Geländer den Blick auf das Landgrafenschloss freigeben.
Der Bauplan sieht nicht nur eine Verbreiterung auf
3,50 Meter vor, sondern auch Barrierefreiheit. So sollen tastbare Boden-Indikatoren und eine Rampe am Senioren-Zentrum "Auf der Weide" Seh- und Gehbehinderten den Weg auf die Brücke erleichtern.
Wegen Hochwassers der Lahn in den Wintermonaten werden die Bauarbeiten für die 1,4 Millionen teuere Stahlbrücke voraussichtlich erst im Mai 2009 beginnen können. Bis die neue Brücke steht, wird die Bauzeit mit dem Hirsefeldsteg überbrückt.
Nora Reim
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