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Für Selbstachtung


Kulturloge Marburg bestätigte Führung

16.04.2012 (jnl)
Ein Benefiz-Konzert zugunsten der Kulturloge Marburg veranstaltet der Rotary-Club Am Samstag (21. April) im Fürstensaal des Landgrafenschlosses. Der A-Cappella-Chor "Klangfarben" singt dort unter der Leitung von Uwe Maibaum.
Bei der Jahreshauptversammlung der
Kulturloge Marburg
am Donnerstag (12. Mai) in der Vereins-geschäftsstelle am oberen Rathausplatz wurden der bisherige Vorstand einstimmig wiedergewählt. Das - bis auf einen Beisitzer - aus lauter Frauen bestehende Team um die Vorsitzende Hilde Rektorschek hatte nach einhelliger Meinung im vorangegangenen Jahr sehr gute Arbeit geleistet.
Der vorgetragene Jahresbericht enthielt zahlreiche Initiativen, die Marburger Einrichtung noch besser zu verankern und das Modell "Kulturloge" bundesweit in weiteren Städten zu verbreiten. Herausragend war rückblickend der Gewinn des Freiherr-vom-Stein-Preises 2011.
Seit über 2 Jahren gibt es die Kulturloge Marburg, die mit ihrem stigmatisierungsfreien Konzept bundesweit eine Vorreiterrolle spielt. Mittlerweile haben sich in Marburg 1.200 "Kulturgäste" über Sozial-Institutionen angemeldet. 3.850 Karten wurden von den ehrenamtlichen Helferinnen vermittelt und an der jeweiligen Abendkasse auf den Namen des Kulturgastes hinterlegt.
Ihre Anerkennung sprach Rektorschek den 47 beteiligten Marburger Kulturveranstaltern aus. Viele Karten bekommt die Kulturloge schon im Vorfeld. Die Zusammenarbeit läuft richtig gut und macht Freude.
Als besonderen Schwerpunkt der Arbeit der Kulturloge vor Ort sieht die Vorsitzende das Theaterpaten-Projekt. Das Vorstandsmitglied Jutta Kahnwald hat es mit den Verantwortlichen des Hessischen Landestheaters Marburg auf einen guten Weg gebracht. Im Jahr zuvor war ein etwas anderes Konzept mit externen Beratern schmerzlich fehlgeschlagen, weil die Kinder und Eltern nicht angemessen einbezogen worden waren.
Die Besonderheit der Kulturloge als Konzeption besteht im weitgehend diskriminierungsfreien Umgang mit den Kulturgästen. Im Gegensatz zu konkurrrierenden Modellen liegt das Augenmerk - gemäß dem Motto "behutsam-würdevoll-nachhaltig" - nicht auf dem bloßen Verteilen von unverkauften Restplätzen.
Der Name und das Konzept der Marburger Kulturloge ist seit 2011 patentrechtlich geschützt. So können sich ähnliche Initiativen in anderen Städten entscheiden, ob sie mit einem entsprechenden Namen zugleich auch genau dieses Modell für sich übernehmen wollen oder eben nicht.
Jürgen Neitzel
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