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Betrügerische Spendensammler jetzt im Hinterland

09.03.2012 (fjh)
Möglicherweise ins Hinterland abgewandert sind die - am Montag (5. März) in der Marburger Innenstadt aufgefallenen - falschen Spendensammler. Jedenfalls erreichten die Polizei Biedenkopf am Freitag (9. März) Meldungen über angeblich für den Landesverband für behinderte und taubstumme Kinder sammelnde Menschen in Biedenkopf.
In einem Fall hielt sich eine junge Frau nahe eines Kreditinstituts auf und sprach einen Kunden an, der gerade Geld abgeholt hatte. Die gemeldete Art der Bettelei und eine erste Beschreibung der Sammlerin deuten darauf hin, dass es sich um die selben Personen handeln könnte, die in Marburg unter Vorspiegelung falscher Tatsachen passanten das Geld aus der Tasche gelockt und eingesteckt hatten.
Nach den Vorfällen in Marburg ermittelt die Polizei bereits wegen Verdachts des Betrugs. Für die Beamten steht fest, dass diese Frauen keinesfalls für den Landesverband, sondern ausschließlich zur eigenen Bereicherung gesammelt haben. Sie manipulierten sogar angebliche Spendenlisten, um so höhere Spenden zu erhalten.
Die Polizei rät, sich nicht durch die Vorlage eines zerschlissenen Din-A4-Zettels mit den Symbolen für behinderte oder Taubstumme Menschen täuschen zu lassen. Haus- und Straßensammlungen von Geld- und Sachspenden sind erlaubnispflichtig, wenn beim Spender der Eindruck entstehen könnte, das Geld diene einem gemeinnützigen Zweck.
Ist die Sammlung durch die Verwaltungsbehörde erlaubt, muss der Veranstalter seinen Helfern Sammlerausweise ausstellen. Diese - nicht an eine Form gebundenen - Ausweise müssen eine fortlaufende Nummer haben, Namen, Stempel und Unterschrift des Veranstalters, Art, Ort und Zeit der Sammlung, das Aktenzeichen der Genehmigungsbehörde und das Dienstsiegel oder den Stempel der Genehmigungsbehörde enthalten.
Ist das alles nicht vorhanden, darf der hilfswillige Geldgeber davon ausgehen, dass er es nicht mit einem Sammler, sondern mit einem
Bettler zu tun hat. Der Unterschied ist, dass der Sammler um Geld zur Linderung fremder Not bittet, während der Bettler um milde Gaben für den eigenen Bedarf ersucht.
pm: Polizei Marburg
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