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Ein schräges Stück


Spies kritisiert Berufung parteiischer Mediatoren

08.03.2012 (fjh)
Als außerordentliche Brüskierung der Beschäftigten des Universitätsklinikums Gießen-Marburg (UKGM) hat der SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Thomas Spies am Donnerstag (8. März) die Berufung zweier strammer Parteipolitiker aus den Regierungsfraktionen als angebliche Mediatoren für das Universitätsklinikum bezeichnet. "Wolfgang Gerhardt und Friedrich Bohl sollen offenbar für die überforderte Ministerin die Kohlen aus dem Feuer holen", bemängelte Spies. "Eine Mediation, die nur durch Vertreter einer Seite bestritten wird, ist ein Witz."
Beide Mediatoren seien mit Krankenhäusern bislang nicht nennenswert befasst gewesen. Dass sie in der Frageangemessener Personalentwicklung vermitteln sollten, sei höchst fragwürdig.
Trotz eines zweistelligen Millionengewinns der beiden mittelhessischen Universitätskliniken hatte die Rhön-Klinik AG als Mehrheitseigentümerin den Abbau von 500 Stellen in Gießen und Marburg angekündigt. Dagegen hatte sich - nicht nur bei den Beschäftigten - heftiger Protest erhoben.
Erst daraufhin hatte auch die hessische Landesregierung sich eingeschaltet. Deswegen bezweifelt Spies, dass die von der Ministerin vorgeschlagenen Alt-Politiker das Vertrauen der Beschäftigten oder des Betriebsrats genießen, zumal der Betriebsrat von ihrer Benennung aus einer Pressemitteilung erfahren hatte.
"Kühne-Hörmann sind die Beschäftigten weiterhin völlig egal, wenn sie diesen Mediatoren aus den eigenen Reihen aufzwängt", stellte Spies fest. "Offensichtlich hat Kühne-Hörmann nicht verstanden, dass Kooperation und Einvernehmen von ihr nicht angeordnet werden können.“
pm: Dr. Thomas Spies, MdL
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