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Angemahnt


Land und Uni zur Partikeltherapie

29.02.2012 (ms)
"Das Land setzt darauf, dass die Partikeltherapie am Universitätsklinikum Gießen und Marburg zunächst als Versuchsanlage für Forschung, Entwicklung und Grundlagenexperimente genutzt wird", erklärte die hessische Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann. "Alle erforderlichen Genehmigungsverfahren laufen weiter. Die Anlage ist Ende 2011 als Medizinprodukt CE zertifiziert worden.“
Das hat Kühne-Hörmann am Mittwoch (29. Dezember) in Wiesbaden mitgeteilt. Sie fügte hinzu: "Für den vorgesehenen Einsatz der Partikeltherapie an Patienten ist ein medizinisches Betriebskonzept erforderlich. Leider ist die dafür verantwortliche Rhön-Klinikum AG trotz zahlreicher Verhandlungs- und Gesprächsrunden bisher bei ihrer Auffassung geblieben, dass ein wirtschaftlicher Betrieb nicht möglich sei.“
Kühne-Hörmann verwies darauf, dass es durchaus andere Betreiber gäbe, die dafür aber ebenso auf ein medizinisches Betriebskonzept von Rhön angewiesen wären. "Das Land besteht weiterhin auf die Erfüllung der im Konsortialvertrag mit Rhön festgeschriebenen Investitionsverpflichtung hinsichtlich der Partikeltherapie bis zum 31. Dezember 2012“, stellte Kühne-Hörmann klar.
Eine Umwidmung der dafür vorgesehenen Aufwendungen auf andere Projekte sei nicht möglich. "Sollte die Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH ihrer vertraglichen Verpflichtung nicht nachkommen, sehe ich mich gezwungen, den im Konsortialvertrag festgeschriebenen Anspruch auf eine weitere Kaufpreistranche geltend zu machen.“ Im Fall der Partikeltherapie wären das 107 Millionen Euro.
Universitätspräsidentin Prof. Dr. Katharina Krause begrüßte die Entscheidung der Ministerin: "Die Marburger Mediziner werden die kommenden Monate für weitere Grundlagenforschung mit der Anlage nutzen. Zugleich bedauere ich, dass durch die einseitige Aufkündigung des Vorhabens durch die Vertragspartner Siemens und Rhön-Klinikum AG klinische Forschung und Patientenversorgung in Marburg vorerst nicht möglich ist.“
pm: Philipps-Universität Marburg
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