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Zwei Richtungen


Gedenken an die Opfer rechter Gewalt

23.02.2012 (ms)
Ungefähr 80 Menschen haben sich am Donnerstag (23. Februar) auf dem Marktplatz an der bundesweiten Gedenkminute für die Opfer neofaschistischer Gewalt beteiligt. Gewerkschafter, Friedens- und Antifaschistische Gruppen, der Allgemeine Studierenden-Ausschuss (AStA) sowie besorgte Bürger und die Stadt Marburg hatten dazu aufgerufen, um 12 Uhr eine Minute lang der zehn Opfer des rechtsradikalen Terrors der Gruppe "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) zu gedenken.
Zwei kurze Ansprachen von Oberbürgermeister Egon Vaupel und dem Organisationssekretär Dr. Ulf Immelt vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) erläuterten das Anliegen der Aufrufer. Danach herrschte betroffene Stille.
Nach dem Ende der Schweigeminute zogen knapp 40 - überwiegend junge - Antifaschisten in einem Demonstrationszug durch die Marktgasse und die Reitgasse talwärts. Etwa eine halbe Stunde später kehrten sie durch die Barfüßerstraße zurück auf den Marktplatz.
Aktives Engagement gegen Neofaschismus und rechte Gewalt muss sich nach Überzeugung der Demonstrierenden auch in einer entsprechenden Ausrichtung der Strafverfolgungsbehörden niederschlagen. Unerträglich finden sie, dass Antifaschisten wegen ihrer Teilnahme an Aktionen gegen Nazi-Aufmärsche beispielsweise in Dresden auch von hessischen Staatsanwälten verfolgt werden.
Matthias Schulz
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