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Spur der Flüssigkeit


Saufen und Raufen am Rosenmontag

21.02.2012 (fjh)
Mit fortschreitender Stunde und zunehmenden Alkoholspiegel fuhr die Polizei Marburg am Montag (20. Februar) reihenweise Einsätze wegen Schlägereien oder Rangeleien, hilfloser Personen, Trunkenheitsfahrten, Diebstählen und Sachbeschädigungen. Mit einer Ausnahme verliefen diese Vorkommnisse aber relativ glimpflich. Nach bisherigem Wissen kam es dabei nicht zu gravierenden Verletzungen.
Letztlich übernachteten vier Männer in der Ausnüchterungszelle. Zwei Autofahrer standen unter Alkoholeinfluss und mussten ihren Führerschein abgeben. Polizei und Jugendamt übergaben einen völlig betrunkenen 14-jährigen Sohn an die Erziehungsberechtigten.
Der Rosenmontagszug selbst verlief aus polizeilicher Sicht problemlos. Schon gegen 15.30 Uhr waren die Säuberungsarbeiten abgeschlossen und die Straßen wieder befahrbar.
Bis dahin hatten die Beamten drei abhandengekommene Kinder wiedergefunden und den Eltern
übergeben. Relativ früh griff die Polizei am Marktdreieck einen - alkoholbedingt völlig hilflosen - Jugendlichen auf. Sie brachte ihn in di eSammelstelle zum Jugendamt, wo ihn seine Eltern abholten.
Nach dem Umzug verteilten sich viele der schätzungsweise etwa 15.000 Besucher in der ganzen Stadt. Die meisten Lokalitäten waren danach brechend voll.
Ab etwa 16.30 Uhr kam es zu ersten Rangeleien und Auseinandersetzungen. Die Polizei stellte Personalien fest und sprach Platzverweise aus.
Um 21.30 Uhr beendete die Polizei die Autofahrt einer 28-jährigen Marburgerin. Sie saß trotz Alkoholgenusses und Medikamenteneinnahme am Steuer ihres Toyota.
Um 0.10 Uhr ereilte eine 19-jährige Marburgerin das gleiche Schicksal. Auch diese junge Frau fuhr unter Alkoholeinfluss Auto. Die Polizei veranlasste jeweils eine Blutprobe und stellte die Führerscheine sicher.
Im negativen Sinne herausragend war ein Vorfall gegen 18.30 Uhr, der sich von der Mensa über den Elisabeth-Blochmann-Platz und den Gerhard-Jahn-Platz bis vor die Kinos an der Biegenstraße zog. Ein 19-jähriger Mann stand offenbar völlig neben sich und sorgte durch wahllose Tritte und Schläge auf dem Weg für eine noch nicht endgültig feststehende Zahl von Geschädigten.
Die Polizei nahm ihn in der Biegenstraße fest. Er ließ sich überhaupt nicht beruhigen und leistete
fortgesetzt erheblichen Widerstand, der erst nach mehreren Stunden in der Zelle nachließ.
Der 1, 87 Meter große, schlanke und sportliche Mann fiel durch seine blonden - auffällig wild frisierten - Haare auf. Er trug grüne Leinenschuhe, eine blaue Jeans, ein blaues Kapuzensweatshirt und eine dunkle Bomberjacke.
Gegen ihn ermittelt die Polizei wegen Körperverletzung. Sie bittet die Opfer, deren Personalien noch nicht von der Polizei aufgenommen wurden, sich unter der Telefonnummer 06421/406-0 zu melden.
pm: Polizei Marburg
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