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Halleluja


Solang wir noch am Leben sind

19.02.2012 (fjh)
"Solang wir noch am leben sind, am lachen, weinen, tanzen sind", heißt es in einem Lied der Kölner Band "Brings". "Solang wir noch am leben sind", denken nur die wenigsten an den Tod.
Manchen indes geht das anders. Eine todbringende Krankheit führt ihnen deutlich vor Augen, dass ihre Zeit begrenzt ist.
Beim Karneval im Rheinland hat eine Marburger Lehrerin daraus aber das Beste gemacht. Getanzt hat sie und mitgesungen, weil sie wusste, dass dieses Lied von "Brings" eine bittersüße Wahrheit ausspricht: "Freue Dich Deines Lebens, solange Du es noch kannst!"
Nun findet der Karneval ohne sie statt. Jedesmal, wenn die Musik von Peter Brings und seiner Band aus irgendeinem Lautsprecher ertönt, kommen die Gedanken an die gemeinsame Zeit mit ihr zurück. "Solang wir noch am leben sind, am lachen, weinen, tanzen sind, solang wir noch am leben sind!"
Brings aber hat ein neues Lied herausgebracht. Im Rheinland singen viele tausend Kehlen aus vollen Kräften mit, wenn er den Song anstimmt: "Halleluja!"
Auch wenn diese Lobpreisung Gottes im Karneval für manche merkwürdig wirken mag, gehört sie aber genau hierhin. Das Leben ist schließlich ein Geschenk, über das man sich freuen sollte.
Diese Weisheit hat sie bis zuletzt gelebt. Noch am letzten Tag, an dem sie sprechen konnte, hat sie gelacht.
Sterben solllte das - letztlich unvermeidliche - Ende eines mit Freude, Solidarität und Glück erfüllten Lebens sein. Manche Kirchenvertreter - so meinte einst der Philosoph Friedrich Nietzsche - würden viel glaubwürdiger wirken, wenn sie nur etwas erlöster aussähen!
Franz-Josef Hanke
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