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Der Plane


AStA fordert Stundentakt bei Bahn

17.02.2012 (fjh)
Einen schnellen Stundentakt der Nain-Weser-Bahn von Marburg nach Frankfurt hat der Allgemeine Studierenden-Ausschuss (AStA) an Freitag (17. Februar) gefordert. Zur Zeit ist er "leider nicht Realität, könnte jedoch unkompliziert verwirklicht werden",
erläuterte AStA-Verkehrsreferent Felix Rensch.
Die Stadt Marburg müsse dafür die Züge der Hessischen Landesbahn (HLB) zwischen Marburg und Gießen als Regional-Express (RE) bestellen. Neben dem schnellen Stundentakt würden sich dann auch Anschlüsse in Marburg verbessern.
"Die Stadt Marburg muss jetzt handeln", forderte Rensch. Bis Ende Februar müssen die Kommunen beim Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) ihre Vorstellungen für den nächsten Fahrplan einreichen. Der Verkehrsausschuss der Stadt Marburg hat der Verbesserung in seiner Sitzung am Dienstag (14. Februar( aber bereits zugestimmt.
Mit dem Fahrplanwechsel 2009/2010 hat sich der Fahrplan auf der Main-Weser-Bahn in großem Umfang verändert. So besteht mit der zeitlichen Verlegung des InterCity (IC) zwischen Kassel, Marburg, Gießen und Frankfurt nur mehr ein unregelmäßiger "Wackeltakt".
Die Fahrzeiten der Züge wechseln im Abstand von 30 und 90 Minuten. Auch der - erst kurz zuvor eingeführte - "Mittelhessen-Express" mit einer weiteren stündlichen schnellen Verbindung nach Frankfurt über Gießen hatte unter der Verschiebung des IC zu leiden.
Die Fahrzeit des - gegenüber früher um eine halbe Stunde vorgezogenen - IC liegt alle zwei Stunden in derjenigen des Mittelhessen-Express. Deshalb wird der Mittelhessen-Express alle zwei Stunden in Gießen vom IC überholt. Die Fahrtdauer nach Butzbach, Bad Nauheim, Friedberg und Frankfurt verlängert sich entsprechend.
Das Verkehrsreferat des AStA Marburg hatte schon frühzeitig - aber vergeblich - auf die problematischen Folgen der IC-Verlegung hingewiesen. Deswegen hat es auch die Fahrplan-Initiative "Main-Weser-Bahn im Takt" (MWBiT( mitinitiiert. Bereits im Mai 2010 hat sie klare Verbesserungsvorschläge vorgelegt.
Darin geht es um die Verwirklichung eines schnellen Stundentakts von Marburg nach Gießen und Frankfurt. Neben den stündlichen Fahrzeiten in die beiden Städte lassen sich auch die Anschlussverbindungen im Marburger Hauptbahnhof verbessern. Das Konzept enthält stündlich gleiche Abfahrtszeiten, was den Anschluss zur Oberen Lahntalbahn gewährleistet und eine zuverlässige Verknüpfung mit dem Stadtbus-Netz erleichtert.
Der Ausschuss für Umwelt, Energie und Verkehr der Stadtverordnetenversammlung (StVV) hat sich der Argumentation von MWBiT angeschlossen. Am Dienstag (14. Februar) hat er der Verbesserung bereits zugestimmt.
"Wir sind zuversichtlich, dass die Marburger Stadtverordnetenversammlung dem Votum des Ausschusses folgt", erklärte Rensch. Er hofft, dass auch der Kreistag des Landkreises Marburg-Biedenkopf die Chance nutzen wird, die Verbesserungsvorschläge für die nächste Fahrplan-Periode umzusetzen. Durch das neue Konzept entstünden keine zusätzlichen Kosten. Die Attraktivität des Angebots würde jedoch deutlich erhöht.
pm: AStA Marburg
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