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Kreis gründet Runden Tisch zu Energiewende

10.02.2012 (fjh)
Der gegenseitige fachliche Austausch zu Energiemanagement, Energieeffizienz, Fördermöglichkeiten und Einsatzmöglichkeiten von neuester Technik und erneuerbaren Energien sind die Themen des neu gegründeten Arbeitskreises "Wirtschaft - Energie" im Landkreis Marburg-Biedenkopf. Rund 20 der größten und energierelevanten Unternehmen treffen sich dort künftig regelmäßig auf Einladung der Kreisverwaltung.
"Auf dem Weg hin zur Energiewende genügt es nicht nur, an vielen kleinen Rädchen zu drehen", sagte Landrat Robert Fischbach. "Auch die Unternehmen müssen mit ins Boot. Gerade die Unternehmen mit hohem Gesamt-Energieverbrauch bilden die großen Stellschrauben."
Seiner Einschätzung nach stimmen die Interessen der Unternehmen, Kosten einzusparen und eine gesicherte Energieversorgung aus der Region zu erhalten, mit den Klimaschutz-Zielen des Landkreises überein. Der Arbeitskreis soll dazu dienen, Chancen und Wege aufzuzeigen, wie große Unternehmen Energiekosten einsparen und sich an der Energiewende beteiligen können.
"Die Firmen können sich fachlich darüber austauschen, wie zum Beispiel andere mit dem Thema Energieeffizienz umgehen oder ob der Einsatz von innovativer Technik für einzelne Unternehmen in Frage kommt", erläuterte Fischbach. "Wir haben schon viel Know-how in den einzelnen Unternehmen, doch alle können noch etwas vom anderen lernen."
Die Moderation dieses "runden Tisches", der sich alle drei Monate trifft, übernimmt auf Wunsch der teilnehmenden Unternehmen Dr. Norbert Clement. Er leitet den Fachdienst Erneuerbare Energien beim Landkreis Marburg-Biedenkopf.
Der Arbeitskreis ist das Ergebnis einer Workshop-Reihe, die der Landkreis im vergangenen Jahr im Rahmen des Klimaschutz-Konzepts organisiert hatte. Während dieser Workshops wurde in den Reihen der Unternehmen der Wunsch konkret, eine Plattform zum gegenseitigen Austausch zu schaffen. Auch die beiden Industrie- und Handelskammern Kassel und Lahn-Dill sind im Arbeitskreis beteiligt und unterstützen das Vorhaben.
Im ersten Treffen stand die Zertifizierung nach DIN ISO 50.001 im Vordergrund, die die Energieeffizienz in Unternehmen im Blick hat. Ohne dieses Zertifikat, das ein Energiemanagement-System voraussetzt, werden den Unternehmen mit hohem Stromverbrauch ab dem Jahr 2013 erhebliche Mehrkosten entstehen.
pm: Landkreis Marburg-Biedenkopf
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