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Zwei Gründungen


Ehrenbrief für Hilde Rektorschek

07.02.2012 (ms)
"Hilde Rektorschek wird 65 Jahre alt." Mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen gratulierte Oberbürgermeister Egon Vaupel der Marburger Sozial-Aktivistin am Dienstag (7. Februar) in den Räumen der Kulturloge am Marktplatz.
"Sie ist seit Jahrzehnten auf den verschiedensten Gebieten ehrenamtlich in Marburg tätig", erklärte Vaupel. Rektorschek habe sich darum bemüht, die Marburger Stadtteile mitzugestalten, in denen sie lebte.
Als Vorstandsmitglied des SPD-Ortsvereins Marburg-Richtsberg rief sie zum Beispiel die Bürgerinitative für soziale Fragen (BSF) mit ins Leben. Schon im Rahmen ihrer dienstlichen Tätigkeit für die Philipps-Universität hat sie sich über das normale Maß hinaus in verschiedenen universitären Selbstverwaltungsgremien eingebracht.
Sie war 2001 bis 2004 Senatsmitglied. 2001 bis 2003 fungierte sie als Stellvertreterin des Präsidenten im Senat.
Rektorschek war von 2000 bis 2004 Vorsitzende der Listensprecher im Senat. Im gleichen Zeitraum war sie Vorsitzende der Findungskommission, Vorsitzende der Kommission für Öffentlichkeitsarbeit sowie Mitglied der Grundordnungskommission. Im Rahmen dieser Arbeit war es ihr stets wichtig, für Schwerbehinderte und für Frauen einzutreten. Ab Sommer 2001 hat sie in der Projektgruppe der Ausstellung "Arbeitsplatz Universität" mitgearbeitet und die Ausstellung betreut.
Rektorschek ist seit 2001 Mitglied der Marburger Tafel. Von 2005 bis 2007 hat sie als 2. Vorsitzende im Vorstand mitgearbeitet.
Seit 2007 arbeitet sie als Landesvertreterin im Bundesvorstand Deutsche Tafeln mit. Dabei war und ist es Rektroscheks besonderes Anliegen, die Angebote der Tafeln auszubauen.
Als Schöffin am Jugendgericht war sie von 1980 bis 1984 sowie von 2000 bis 2004 tätig. Außerdem war Rektorschek von 2005 bis 2008 Schöffin am Landgericht Marburg.
Ab November. 2006 hat sie sich im Projektteam des Fachdienstes Kultur des Magistrats der Universitätsstadt Marburg bei der Organisation und Ausführung des Projekts "Nacht der Geisteswissenschaften“ am 23. November.2007 eingesetzt. Ab Februar 2007 war sie im Auftrag des Magistrats und der Marburger Tafel Koordinatorin des Turnergartens, der im Rahmen des Elisabeth-Jahrs als Pilgerherberge genutzt wurde. Rektorschek ist seit 2007 Mitglied der Kommission für Universitäts- und Regionalentwicklung.
Seit Juni 2010 ist sie 1. Vorsitzende des im Februar 2010 gegründeten Vereins Marburger Kulturloge. Ziel der Kulturloge ist es, nicht verkaufte Eintrittskarten, die Kulturveranstalter zur Verfügung stellen, an Menschen mit geringem Einkommen kostenlos weiterzugeben.
Zielgruppe sind Menschen, die nur über ein geringes Einkommen verfügen. Im wesentlichen sind es Alleinerziehende, Familien mit kleinem Einkommen, Senioren mit Mini-Rente in Altenheimen, Erwerbslose, Sozialhilfeempfänger, Menschen mit Mini-Jobs und Persenon in Ausbildungskursen des Arbeitsamts oder des Kreisjobcenters (KJC). Außerdem werden von der Kulturloge Bewohnerinnen des Frauenhauses mit ihren Kindern sowie chronisch psychisch Kranke in therapeutischen Einrichtungen und Wohngruppen unterstützt.
Das Konzept, Menschen ganz persönlich und behutsam wieder über die Kultur in die Gesellschaft zu holen, hat Rektorschek mit entwickelt. Es deckt sich genau mit ihrem Wunsch nach einem stets respektvollen Umgang mit allen Menschen.
3.300 Plätze bei Kulturveranstaltungen wurden bereits vermittelt. 1.100 "Kulturgäste“ haben sich angemeldet. Unterstützt wurde die Kulturloge von 42 Veranstaltern und 22 Sozialinstitutionen.
Mehrere Auszeichnungen hat Rektorschek bereits erhalten. Vom Bündnis für Demokratie und Toleranz erhielt sie als bundesweit vorbildliches Projekt den Preis "Aktiv für Demokratie und Toleranz 2010“. Vom Bündnis für Gemeinnützigkeit erhielt sie den "Deutscher Engagementpreis 2011“ als Finalist für vorbildliches Engagement. Außerdem war sie Preisträgerin des "Freiherr-vom-Stein-Preises 2011“ für gesellschaftliche Innovation.
Mittlerweile gibt es nach dem Marburger Vorbild Kulturlogen in sieben weiteren Städten. Vielerorts sind sie in Planung.
pm: Stadt Marburg
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