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Rhythmisch bremsen


Meinungen erwünscht zum Geschwindigkeitskataster

17.01.2012 (ina)
Die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf innerörtlichen Straßen ist ein sehr kontrovers diskutiertes Thema. Wie in vielen anderen Städten werden auch in Marburg immer wieder Geschwindigkeitsbeschränkungen unter 50 Kilometern pro Stunde (km/h) gefordert. Deswegen hat die Universitätsstadt Marburg ein Geschwindigkeitskataster vorgelegt, das Vorschläge für entsprechende Regelungen auflistet.
Für einige Straßen wurde die zulässige Höchstgeschwindigkeit nicht eingeschränkt, da dort aufgrund der örtlichen Gegebenheiten ohnehin nur geringe Geschwindigkeiten möglich sind. "Uns interessiert Ihre Meinung zu den zulässigen Höchstgeschwindigkeiten auf den Marburger Straßen“, sagte Oberbürgermeister Egon Vaupel.
Anfang der 90er Jahre wurde in Marburg ein Straßenverkehrsnetz festgelegt, das geeignet ist, den überörtlichen und innerstädtischen Durchgangsverkehr sowie den Linienverkehr der öffentlichen Verkehrsmittel aufzunehmen. Alle übrigen Straßen in den Wohngebieten wurden als Tempo-30-Zone beschildert. Vor fast allen Marburger Schulen und Kindergärten beträgt die zulässige Höchstgeschwindigkeit 30 km/h.
Nach der Straßenverkehrsordnung (StVO) und einem Erlass des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung beträgt die innerörtliche Regelgeschwindigkeit 50 km/h. Geschwindigkeitsbeschränkungen auf unter 50 km/h kommen nur unter bestimmten Bedingungen in Betracht. Das ist zum Beispiel der Fall bei baulichen Gegebenheiten, wenn kein Gehweg vorhanden ist. Bei erheblichem Unfallgeschehen oder vor Kindertagesstätten oder Schulen, wenn der Zugang unmittelbar vor der betreffenden Straße erfolgt, sind Geschwindigkeitsbeschränkungen unter 50 km/h ebenfalls gestattet. Tempo-30-Zonen sind nur für Straßen zulässig, die weder Bundes-, Landes- oder Kreisstraßen, noch sonstige - als Vorfahrtstraße gekennzeichnete - Straßen sind.
Außerdem ist bei Geschwindigkeitsbeschränkungen auf unter 50 km/h zu beachten, dass weiterhin ein leistungsfähiges und attraktives Angebot des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) erhalten bleibt. Reduzierte Geschwindigkeiten führen sonst dazu, dass auch die Passagiere der Busse längere Fahrtzeiten in Kauf nehmen müssen.
Die Straßenverkehrsbehörde ist nach Aussage des Oberbürgermeisters immer bestrebt, durch Begrenzung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit die Sicherheit vor allem der schwächeren Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten und Lärmbelästigungen zu reduzieren. Bei jeder Entscheidung müssen jedoch die gesetzlichen Vorschriften der StVO berücksichtigt werden.
Die Stadt bittet bis zum Montag (30. April) um Meinungsäußerungen zu den - im Internet einzusehenden - Plänen, in denen die zulässigen Höchstgeschwindigkeiten auf Marburgs Straßen dargestellt sind. Richten sollte man seine Mitteilungen an g e s c h w i n d i g k e i t s k a t a s t e r at marburg-stadt.de.
pm: Stadt Marburg
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