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Das dritte Mal


Demonstration "Marburg goes Dresden"

12.01.2012 (fjh)
Das Bündnis "Marburg goes Dresden" veranstaltet am Samstag (14. Januar) von 14 Uhr bis maximal 15 Uhr eine Demonstration, um auf den Nazi-Aufmarsch und dessen Blockaden am Samstag (18. Februar) in Dresden aufmerksam zu machen. Die Route führt vom Steinweg - unten bei den "Pferden" - durch die Ketzerbach.
Die Demonstration soll zeigen, dass für menschenverachtende, rassistische und faschistische Ideologie kein Platz in Marburg, Dresden oder anderswo ist. Der Angriff auf den Jüdischen Friedhof in Weimar-Roth, bei dem am Mittwoch (11. Januar) zahlreiche Grabsteine beschmiert, umgestoßen und Gräber verwüstet wurden, beweist nach Einschätzung des Allgemeinen Studierenden-Ausschusses (AStA) "wieder auf traurige Art und Weise die Notwendigkeit antifaschistischen Engagements. Wir weisen hier explizit auch auf die Mahnwache der Jüdischen Gemeinde um 15 Uhr hin."
Auch die Linke Marburg-Bidenkopf hat der jüdischen Gemeinde in einer Solidaritätsadresse ihr Entsetzen über die Friedhofsschändung in Roth bekundet.
Unter dem Motto "Aller guten Dinge sind drei" soll 2012 bereits zum dritten Mal in Folge der Nazi-Aufmarsch in Dresden blockiert werden, wie es auch schon in den Jahren 2010 und 2011 gelungen ist. In beiden Jahren fuhren aus Marburg ungefähr 150 Menschen nach Dresden, um sich den Neonazis entschlossen entgegenzustellen.
Sowohl der AStA als auch das Studierendenparlament (StuPa) der Philipps-Universität Marburg unterstützen die Blockaden und solidarisieren sich mit allen, die zum Ziel haben, den Nazi-Aufmarsch zu blockieren. Anmelder Hendrik Gesthuysen betont: "Sich Neonazis in den Weg stellen kann jede und Jeder. Die Aktion der Menschenblockaden steht allen offen und ist über politische Spektren hinaus ein Symbol für antifaschistischen Widerstand. Ein breiter Widerstand gegen Rassismus und Faschismus ist nicht nur nach Bekanntwerden des Neonazi- Netzwerkes NSU nötig, sondern immer und überall, also auf der Arbeit, in der Schule, zu Hause und eben auch auf der Straße.“
International mobilisiert das Bündnis "Dresden-Nazifrei“. In Marburg hat sich das Bündnis "Marburg goes Dresden“ gegründet, um die Proteste zu unterstützen.
Dabei gilt der Aktionskonsens von "Dresden Nazifrei": "Wir leisten zivilen Ungehorsam gegen den Naziaufmarsch. Von uns geht dabei keine Eskalation aus. Unsere Massenblockaden sind Menschenblockaden. Wir sind solidarisch mit allen, die mit uns das Ziel teilen, den Nazi-Aufmarsch zu verhindern.“
Jährlich versuchen Neonazis in Dresden, einen geschichtsverdrehenden Aufmarsch abzuhalten, bei dem deutsche Opfer des Zweiten Weltkriegs nicht etwa auch als Folge deutscher Verantwortung für den Faschismus, sondern einseitig als Opfer ausländischer Militärpolitik dargestellt werden. Gleichzeitig wird der Holocaust und die deutsche Kriegsschuld geleugnet oder verharmlost. Dabei reicht das Spektrum der Geschichtsverdreher in Dresden von NPD-Kadern bis zu NSU-Terroristen.
"Marburg goes Dresden" lädt außerdem zu einem öffentlichen Vorbereitungstreffen am Montag (23. Januar) um 18 Uhr im DGB-Haus an der Bahnhofstraße ein. Weitere Informationen finden Interessierte auf der Internetseite www. Marburggoesdresden.tk.
Franz-Josef Hanke/pm
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