Logo: marburgnewsMobile Marburgnews

Zum Menü

Abgespielt


8. Marburger Kurzdramen-Wettbewerb

24.11.2011 (sus)
Die vier Gewinner des "8. Marburger Kurzdramen-Wettbewerbs" präsentiert das Theater GegenStand von Donnerstag (1. Dezember) bis Sonntag (4. Dezember) im Rahmen eines Festivals. Zum Auftakt feiern die Werke am Donnerstag (1. Dezember) in der Waggonhalle um 20 Uhr ihre Premiere.
Den "Marburger Kurzdramen-Wettbewerb" hat das Theater Gegenstand im Februar 2004 ins Leben gerufen. Interessierte können nun jedes Jahr ihre Kurzdramen und Theaterstücke einreichen.
Die Autoren haben freie Wahl bei den Themen ihrer Texte. Jedoch müssen sie beachten, dass ihre Dramen leicht umsetzbar sind, maximal vier Darsteller mitspielen und die Spiellänge nicht mehr als dreißig Minuten beträgt. Außerdem dürfen ihre Werke noch nie inszeniert worden sein.
Im Jahr 2011 wurden bis zu fünfzig Bewerbungen eingereicht. Eine fünfköpfige Fachjury wählte die vier Gewinner aus. Die Sieger sind "Druck" von Thomas Paulmann, "Nach der Erleuchtung" von Nadja Wieser, "Blindenschrift" von Lars Popp und "Theater der Zustimmung" von Martin Esters.
Die Autoren erhalten neben der Aufführung ihres Stücks ein Preisgeld von hundert Euro. Des Weiteren schickt das Theater GegenStand von der Jury empfohlene Texte an den österreichischen Verlag "proScript". So haben alle Teilnehmer - und nicht nur die Gewinner - die Chance, in das Verlagsprogramm zu kommen.
Die künstlerische Leitung besteht aus einem fünfköpfigen Team. Neben Mitarbeitern des Theaters Gegenstand halfen die Regisseurin Mareike Dobewall und die Master-Studentin Anna Daßler bei den Inszenierungen mit.
Die Regisseure wählten nicht selber ihre Schauspieler und ihr Produktionsteam aus. Im Rahmen eines Probewochenendes, zu dem jeder kommen konnte, wurden zusammen Ideen für die jeweiligen Inszenierungen entwickelt. Am Ende stellten sich die Teams selbst zusammen.
Die vier kurzen Inszenierungen nutzen den gleichen Bühnenaufbau. Außerdem stehen nie mehr als drei Schauspieler auf der Bühne.
Nach den Aufführungen ist an allen vier Festivaltagen ein "Mitternachtsgespräch" geplant. Dabei erhalten die Zuschauer die Möglichkeit, persönlich mit den Autoren zu sprechen, die alle zu der Premiere anwesend sein werden. Die Jurymitglieder Philipp Schulte und Florian Heller werden die Gespräche moderieren.
Vor und nach den Aufführungen können die Theatergäste das Rahmenprogramm des Festivals besuchen. Esters bietet am Samstag (3. Dezember) um 13.30 Uhr den "Theater-Workshop: Patterns" an. Dabei wird er auf die verschiedenen Spielmuster eingehen.
Außerdem hält Dobewall am Sonntag (4. Dezember) um 15 Uhr einen Vortrag mit dem Titel "100 Minute Film School". Sie wird erklären, wie man einen Kurzfilm erstellt.
Neben diesen Veranstaltungen sind an allen Festivaltagen Installationen von Daßler und Dobewall aufgebaut. Die erste Installation beschäftigt sich mit Portraitaufnahmen.
Bei der anderen handelt es sich um eine Audio-Installation. Das Drama "Stadt der Quallen", das ebenfalls am Wettbewerb teilgenommen hat, wird in einer Endlos-Schleife als Hörspiel abgespielt.
Der "Marburger Kurzdramen-Wettbewerb" und das dazugehörige Festival bieten jungen Autoren und Künstlern aus verschiedenen Bereichen die Chance, ihre Ideen in die Öffentlichkeit zu tragen. Dem Publikum bietet er die Möglichkeit, neue Ideen und junge Nachwuchs-Autoren anhand ihrer Stücke kennenzulernen.
Susanna Strauß
Text 6459 groß anzeigen

www.marburgnews.de

© 2017 by fjh-Journalistenbüro, D-35037 Marburg