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Nachttanzdemo für gerechtere Bildung

16.11.2011 (sus)
Zur Teilnahme an einer Nachttanzdemonstration am Donnerstag (17. November) haben die Initiative "Free Education Movement Marburg" (FEMM), der Allgemeine Studierenden-Ausschuss (AStA) und Die Linke Marburg-Biedenkopf aufgerufen. Unter dem Motto "Bildungsfabriken einreißen - Free Education for Emanzipation" wollen die Demonstrierenden nachts - tanzend und begleitet von einem Discjockey - für Freie Bildung eintreten.
Damit beteiligt sich die Initiative an den internationalen Aktionswochen "Global Weeks of Action for Education“. In diesem Rahmen finden allein am Donnerstag (17. November) Proteste in 250 Städten weltweit statt.
Aufgerufen seien vor allem junge Menschen sowie Studierende und Lehrende, erklärte die Vorsitzende des Linken-Kreisverbands Birgit Schäfer-Biver.
Mit "Bildungsfabriken" meinen die Demonstrierenden Einrichtungen wie Hochschulen und Schulen. Sie seien fast überall auf der Welt immer mehr nach marktwirtschaftlichen Prinzipien ausgerichtet.
Ihre Aufgabe sei darauf reduziert, Fachkräfte für den Arbeitsmarkt zu formen. Das, was Bildung eigentlich ausmacht, bleibe dabei auf der Strecke.
Die Aufrufer fordern dagegen die Verwirklichung des Rechts auf Bildung für alle Menschen unabhängig von ihren finanziellen Grundvoraussetzungen. "Der Mensch wird zur Ware“, erklärte der Aktivist Steffen Lehnert. "Das gesamte Bildungssystem funktioniert wie eine große Fabrik, in der möglichst angepasstes, verwertbares Humankapital produziert wird.“
Dem Aufruf angeschlossen haben sich mittlerweile bereits mehrere Fachschaften sowie der Allgemeine Studierenden-Ausschuss (AStA). Die Auftaktkundgebung findet um 19 Uhr vor dem Hörsaalgebäude an der Biegenstraße statt, bevor sich der Demonstrationszug in Richtung Oberstadt bewegen wird.
Susanna Strauß/pm
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