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Gut gestundet


Sommerzeit auch im Winter weiterlaufen lassen

29.10.2011 (fjh)
Ob die Banken heutzutage noch zuverlässig sind, daran bestehen weithin Zweifel. Doch die Zuverlässigkeit der legendären "Zeitsparkasse" stellt diese - freilich nur erfundene - Institution in der Nacht zum Sonntag (30. Oktober) erneut unter Beweis. Mit der Umstellung auf die Mitteleuropäische Winterzeit erhalten die Menschen zwischen 3 Uhr und 2 Uhr in der Nacht jene Stunde zurück, die sie am Sonntag (27. Januar) abgeben mussten.
Während diese Umstellung eher den Langschläfern zugute kommt, ist die Verkürzung der Nacht am letzten Sonntag im März jedesmal wieder ein Grund für tagelanges Durcheinander. Deswegen werden immer wieder Stimmen laut, die die Sommerzeit abschaffen wollen.
Die lange Ausnutzung des Tageslichts an lauen Sommerabenden war einer der populärsten Gründe für die Einführung der Sommerzeit. Ihn könnte man freilich auch ohne die alljährliche Umstellung der Uhren aufrechterhalten. Man müsste nur die Zeitzone im Winter ohne Umstellung weiterführen wie im Sommer.
Mitteleuropa hätte dann sommers wie winters die gleiche einheitliche Zeit. Allerdings läge sie um eine Stunde neben der "natürlichen Zeit".
Doch wäre das wirklich so schlimm? Wäre es nicht besser, man gönnte Menschen und Tieren ihren gesunden Schlaf und ließe die unsinnige Umstellung Ende März und Ende Oktober einfach bleiben?
Zeit ist das Wichtigste, was Menschen sich wünschen und meist nicht in genügender Menge haben. Die Zeit zum Leben ist eben begrenzt.
Wäre es da nicht an der Zeit, den Menschen die Zeit in der Sonne zu gönnen, ohne ihnen dadurch den Schlaf zu rauben? Was spräche dagegen, die Sommerzeit auch den Winter hindurch weiterlaufen zu lassen?
Wahrscheinlich ist es allein die Hektik der gewinnorientierten Wirtschaftskonzentration. Gemäß dem Leidsatz "Zeit ist Geld" fordern diejenigen von der Sparkasse alljährlich das zurück, was sie anderen abgeknapst haben: Die Uhr tickt; und die Wirtschaft tickt schon lange nicht mehr richtig!
Franz-Josef Hanke
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