27.10.2011 (sus)
Einen Essensgeldzuschuss für ihre Schülerinnen und Schüler forderten die Freie Waldorfschule, das Landschulheim Steinmühle und die Freie Schule Marburg von der
Stadt Marburg in einem Schreiben an alle Stadtverordneten. Als Geschäftsführer der Freien Waldorfschule wies Andreas Maria Schäfer im Namen der drei freien Schulen auf die weiter bestehende Ungleichbehandlung der Schüler der Freien Schulträger hin.
Bereits im Februar 2011 hatten sich die Schulen mit der Bitte um Gleichbehandlung an Oberbürgermeister Egon Vaupel gewandt. In einem Beitrag der Marburger Schulzeitung hatte Vaupel ausgeführt, in Marburg bekämen alle Schüler einen Zuschuss von einem Euro pro Mittagessen.
Auf Nachfrage der freien Schulen hatte Vaupel dann jedoch erklärt, dass seine Aussage nur für Schülerinnen und Schüler der städtischen Schulen gelte. Es sei nicht beabsichtigt, diesen Zuschuss auch Schülerinnen und Schülern der Freien Schulen zu gewähren.
Die Marburger Grünen sehen in der jetzigen Handhabung eine unfaire Ungleichbehandlung der Schülerinnen und Schüler, die freie Schulen besuchen. Sie sehen keinen sachlichen Grund, die freien Schulen in diesem Punkt zu benachteiligen.
Der Vorstand der Marburger Grünen will daher die Initiative ergreifen, dass die Stadt Marburg künftig auch den freien Schulen den gleichen Zuschuss gewährt. Es könne nicht angehen, Schüler der Freien Schulen davon auszuschließen.
Der Vorstand der Marburger Grünen wird daher die grüne Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung (StVV) bitten, sich im Rahmen der Haushaltsverhandlungen für die Forderung der Freien Schulen einzusetzen und hier für eine faire Gleichbehandlung zu sorgen.
pm: Die Grünen Marburg
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