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Grundrechts-Grund


AStA fordert Schutz für Homosexuelle

16.05.2011 (ms)
In 83 Ländern wird Homosexualität immer noch staatlich verfolgt. In sieben Ländern wird sie sogar mit dem Tod bestraft. Die Verfolgung gehört damit zu den eklatantesten Menschenrechtsverletzungen weltweit.
Trotzdem verhindert der Deutsche Bundestag nach Ansicht des Allgemeinen Studierenden-Ausschusses (AStA) bislang, eine klare Stellungnahme gegen die Diskriminierung wegen sexueller Orientierung ins Grundgesetz aufzunehmen. Anlässlich des Internationalen Tags gegen Homophobie fordert der AStA Marburg die Erweiterung des Gleichbehandlungsgebots im Grundgesetz.
Die Generalversammlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) revidierte am 17. Mai 1990 ein vorheriges Fehlurteil und strich Homosexualität aus ihrem Katalog der Erkrankungen. Anlässlich dieses Ereignisses wird am Dienstag (17. Mai) der Internationale Tag gegen Homophobie begangen.
Homosexuelle Menschen sind aufgrund ihrer sexuellen Orientierung in zahlreichen Ländern Menschenrechtsverbrechen wie der Todesstrafe, Morden, Folter, kriminellen Sanktionen, Polizeigewalt, Vergewaltigung, Schlägen und dem verschwinden Lassen ausgeliefert. Die Prinzipien der allgemeinen Menschenrechtserklärung sind für viele homosexuelle Menschen weltweit lediglich Theorie.
In der Grundrechtscharta der Europäischen Union (EU) steht zwar seit 2009 ein Diskriminierungsschutz für Lesben, Schwule und Transgender, doch in den einzelnen Mitgliedsstaaten ist das Bewusstsein für die Bedeutung dieses Schutzrechts noch sehr wenig entwickelt. So findet sich bis heute im Bundestag keine parlamentarische Mehrheit, um die Aufnahme eines Anti-Diskriminierungs-Schutzrechts aufgrund der Sexuellen Identität im Artikel 3 des Grundgesetzes zu verankern. 65 Jahre nach Kriegsende ist immer noch kein Bewusstsein da, homosexuelle, bisexuelle, transgender und intersexuelle Menschen vor Diskriminierung zu schützen.
pm: AStA Marburg
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