Logo: marburgnewsMobile Marburgnews

Zum Menü

Studis griffen vor


AStA begrüßt Uni-Entschluss zu Öko-Strom

14.04.2011 (fjh)
Strengere Kriterien für Öko-Strom will die Philipps-Universität künftig anwenden. Diese Entscheidung hat der Allgemeine Studierenden-Ausschuss (AStA) am Mittwoch (13. April) freudig begrüßt.
Auf seiner Senatssitzung am Montag (11. April) hatte sich das oberste Beschlussorgan der Marburger Hochschule mit einer deutlichen Mehrheit für einen Antrag ausgesprochen, der in der nächsten Ausschreibung im Herbst strengere Kriterien für Öko-Strom fordert. Die - gemäß dieses Antrags formulierte – neue Ausschreibung bevorzugt Öko-Strom aus neueren Anlagen. Somit fördert sie den Ausbau der erneuerbaren Energien.
Diesen Antrag hatten Christopher Kunig und Jan Vales von der Grünen Hochschulgruppe (GHG) verfasst. In den Senat brachten ihn die Jungsozialisten (JuSos) mit Unterstützung des AStA ein.
Der ökonomische Gesichtspunkt war ein starkes Argument gegen den Antrag in seiner ursprünglichen Form gewesen. Durch Mehrkosten müsse an anderer Stelle wieder gespart werden. Das könne zu Lasten der Lehrsituation gehen, lautete eine Begründung zur Ablehnung des Antrags.
Dass allerdings noch Einsparpotential im Energieverbrauch der Universität vorhanden ist, entkräftete diesen Widerspruch zumindest zum Teil. "Der AStA - insbesondere das Umweltreferat, aber auch die GHG - sind gerne bereit, Kampagnen zur effizienten Stromnutzung zu starten“, sagte Mitantragssteller und Mitverfasser Vales. Die AStA-Vorsitzende Linda Spieckermann bestätigte dieses Angebot: "Natürlich werden wir auch das alltägliche Verhalten der Studierenden und Lehrenden im eigenen Hause ansprechen."
Um zu hohe Mehrkosten zu vermeiden, wurde schließlich eine weitere Klausel eingefügt. "Nicht wesentlich mehr als 2 Prozent" dürfen sie betragen, beschloss der Senat mit neun Stimmen gegen zwei Enthaltungen und eine Gegenstimme.
Eine abgeschwächte Variante mit einer Obergrenze von 3 Prozent erhielt indes nur fünf Zustimmungen. Dezernent Dr. Eckhard Diehl vermutete, dass die Mehrkosten etwa 2 Prozent betragen.
"Wir hoffen, dass das Präsidium diese dehnbare Prozentangabe so konkretisiert, dass der gewünschte Öko-Strom bezogen werden kann", erklärte die AStA-Vorsitzende. "Es ist weiterhin zu hoffen, dass beim späteren Preisvergleich auch allgemeine Stromerhöhungen berücksichtigt werden.
Eine weitere Einschränkung betrifft die betroffenen Gebäude, die diesen Öko-Strom beziehen sollen. Da auf den Lahnbergen noch nicht absehbar ist, wie sich die Verkoppellung des Klinikums und des Universitätsgebäudes entwickeln wird, geschweige denn, wie sich die Idee eines eigenen Kraftwerks realisieren lässt,
wurde der Antrag auf die Gebäude im Lahntal reduziert. Sie verbrauchen etwa ein Drittel des gesamten Stroms der Philipps-Universität. Etwa ab August wird neu ausgeschrieben, um ab Neujahr neuen Strom zu beziehen.
"Die Schwierigkeiten dieses Schrittes sollten als Aufgabe verstanden werden“, sagte Spieckermann. Vales ergänzte: "Wir hoffen, dass weitere Hochschulen folgen und dass wir in Zukunft auch die Lahnberge mit einbeziehen können. Gleichfalls unterstützen wir alle Ambitionen, ökologische Kriterien beim Bau des neuen Kraftwerks in besonderer Weise zu berücksichtigen."
pm: AStA Marburg
Text 5514 groß anzeigen

www.marburgnews.de

© 2017 by fjh-Journalistenbüro, D-35037 Marburg