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Litauen näher anschauen


Gespräch über Geschichte und Gegenwart

04.05.2008 (fjh)
" Die deutsch-litauischen Beziehungen im Verlauf des 20. Jahrhunderts" sind am Montag (5. Mai) Thema eines Gesprächs mit Joachim Tauber. Die Veranstaltung findet ab 20 Uhr im Technologie- und Tagungszentrum (TTZ) statt.
Im Jahr 1991 hat Litauen – ebenso wie Lettland und Estland – seine staatliche Unabhängigkeit wiedererlangt. Damals war auch die Rede davon, das Land sei "auf dem Weg zurück nach Europa". Diese Feststellung übersah aber völlig, dass alle drei baltischen Republiken stets zu Europa gehört haben.
Stärker als die anderen Staaten des Warschauer Pakts unterlagen diese 1940/45 von der Sowjetunion (UdSSR) annektierten Staaten aber der Abriegelung gegenüber dem Westen. Seit 1989/90 jedoch haben sich die Beziehungen zwischen den beiden Ländern vollkommen verändert. In der Europäischen Union und in der NATO arbeiten beide Länder zusammen.
Aber auch wenn man die Geschichte der Beziehungen nicht auf die Zeit der Jahre seit 1918 reduzieren sollte, sind es doch genau diese Jahre, die unmittelbar in der Erinnerung stehen, deren Folgen zu bewältigen sind, die ohne Beschönigung nüchtern betrachtet und analysiert werden müssen. Angefangen bei der deutschen Besetzung Litauens im Ersten Weltkrieg, der Erklärung der litauischen Unabhängigkeit im Februar 1918, über die Jahre der Nachbarschaft bis 1933, die Folgen des Hitler-Stalin-Pakts von 1938 und des Zweiten Weltkriegs, die versuchte Assimilation in der UdSSR sowie die Zeit des Kalten Kriegs, in der das Land aus dem Gedächtnis der Menschen in Deutschland fast verschwunden war, ehe es sich in den Zeiten von Glasnost und Perestroika energisch Gehör verschaffte, erhalten die Besucher der Veranstaltung einen Überblick und können mit dem Referenten natürlich auch über die künftigen Möglichkeiten der Zusammenarbeit diskutieren.
Veranstalter des Abends sind die Hessische Landeszentrale für politische Bildung, das Deutsch-Litauische Forum, das Deutsche Kulturforum östliches Europa, das Herder-Institut, das Institut für Politikwissenschaft der Philipps-Universität und der Verein "Kulturelle Aktion Marburg – Strömungen".
pm: Kulturelle Aktion Strömungen
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