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Markante Jagd


Städtebaulicher Wettbewerb für den Rudolphsplatz

23.03.2011 (fjh)
Einen städtebaulichen Ideenwettbewerb für den Rudolphsplatz hat die Universitätsstadt Marburg ausgeschrieben. Interessierte Architekten können Bewerbungsunterlagen unter www.wettbewerbe-bsmf.de herunterladen.
Der Rudolphsplatz befindet sich inmitten der Marburger Innenstadt. Er markiert den Übergang von der Lahn in die historische Oberstadt.
Er stellt einen wichtigen innerstädtischen Verkehrsknotenpunkt dar und besitzt eine Scharnierfunktion zwischen der Oberstadt, Weidenhausen, der sogenannten "Neuen Mitte" als Kultur- und Wissenschaftsbaustein sowie dem Bereich Universitäts- und Gutenbergstraße. Das Wettbewerbsgebiet umfasst den Rudolphsplatz mit den umliegenden Freibereichen sowie das ehemalige Volksbank-Gebäude.
Die Gestaltung des Platzes, die Lösung des topographischen Niveau-Unterschieds, die anliegenden Nutzungen sowie die Fußgängerunterführung entsprechen nicht mehr den funktionalen und gestalterischen Anforderungen sowie seiner herausragenden Lage und stadthistorischen Bedeutung. Aus diesem Grund hat sich die Universitätsstadt Marburg entschlossen, einen städtebaulichen Ideenwettbewerb zur Gestaltung des Rudolphsplatzes auszuloben.
Zur Vorbereitung des Wettbewerbs, dessen Inhalte von den Stadtverordneten am Freitag (28. Januar) beschlossen worden sind, hat die Stadtverwaltung eingehende Untersuchungen vorgenommen. Unter anderen wurde ein bauhistorisches Gutachten erarbeitet, eine Bestandsanalyse vorgenommen, eine Verkehrsuntersuchung und ein Bürger-Workshop durchgeführt. Im Rahmen dieses Workshops wurden mit zahlreich erschienenen Marburger Bürgern die Rahmenbedingungen diskutiert sowie die Ziele des Wettbewerbsverfahrens erarbeitet.
Ziel des Wettbewerbs ist, eine städtebauliche Form zu finden, die der herausragenden Lage und Funktion des Platzes entspricht und dabei die Vielzahl von funktionalen und planerischen Vorgaben berücksichtigt. Ein wichtiges Ergebnis des Workshops ist die Vorgabe, dass der Wettbewerb ergebnisoffen durchgeführt werden soll.
Die städtebaulich beste Lösung steht im Vordergrund. Die Spanne reicht von einer Freiraumgestaltung bis zu Hochbaumaßnahmen.
Durch den Wettbewerb soll eine sinnvolle Lösung gefunden werden, die langfristig weiterverfolgt werden kann. Er wird in Form eines "nicht offenen Wettbewerbs“ mit zwölf Teilnehmern als kooperatives Verfahren durchgeführt, um eine Rückkoppelung zwischen Preisgericht und Wettbewerbsteilnehmern während der Bearbeitung aufgrund der komplexen Aufgabenstellung zu erreichen.
Aus den eingesendeten Entwürfen wird eine hochkarätige Jury aus renommierten Architekten und Architekturprofessoren sowie Fachleuten und politischen Vertretern der Stadt einen Gewinner küren. Diese Jury wird von fachlich versierten Sachverständigen der Verwaltung unterstützt.
Die Entwürfe werden insbesondere hinsichtlich ihrer städtebaulichen Einfügung, der Erfüllung der funktionalen Vorgaben sowie ihrer gestalterischen und räumlichen Qualitäten betrachtet. Drei Preise sowie eine Anerkennung werden vergeben.
Insgesamt steht eine Wettbewerbssumme von 70.000 Euro zur Verfügung. Die
Wettbewerbsergebnisse werden der Öffentlichkeit im Anschluss an die Preisgerichtssitzung, die am 9. September 2011 stattfindet, in einer Ausstellung vorgestellt.
pm: Stadt Marburg
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