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Helfer mit Herz


Netzwerk erforscht Herzflimmern

10.01.2011 (ms)
In ihrem 7. Rahmenprogramm fördert die Europäische Union (EU) ein internationales Verbundprojekt zum Thema "Vorhofflimmern". Für fünf Jahre von 2010 bis 2015 erhalten die Wissenschaftler dafür rund 12 Millionen Euro.
Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung. Allein in Deutschland sind eine Million Menschen davon betroffen. Sie leiden unter Herz-Kreislauf-Beschwerden und einem erheblich erhöhten Schlaganfall-Risiko.
Das Projekt "EUTRAF: The European Network for Translational Research in Atrial Fibrillation" ist einzigartig in Europa in Umfang und Ausrichtung. Es hat zum Ziel, die zellulären Grundlagen der Krankheit aufzudecken, neue Ansätze für Diagnose, Prognose und Therapie zu finden und damit eine bessere Behandlung der Krankheit zu ermöglichen.
Der "ganzheitliche" translationale Forschungsansatz spiegelt sich auch an den Projektbeteiligten wider. 18 Partner aus Universität, Klinik und Industrie aus ganz Europa – angeführt vom renommierten Kardiologen Prof. Dr. John Camm von der St. George's University in London – haben sich diesem gemeinsamen Ziel verschrieben.
An der Philipps-Universität arbeitet Prof. Dr. Jens Kockskämper vom Institut für Pharmakologie und Klinische Pharmazie im FachbereichPharmazie an der Aufdeckung der zellulären Mechanismen. Er und sein Team um Dr. Florentina Pluteanu gehen der Frage nach, wie Änderungen des Kalzium- und Natrium-Haushalts der Zellen des Herzvorhofs zur Entwicklung und Aufrechterhaltung des Vorhofflimmerns beitragen und wie das in Zukunft mit Hilfe neuer Medikamente therapeutisch genutzt werden kann.
pm: Philipps-Universität Marburg
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