Logo: marburgnewsMobile Marburgnews

Zum Menü

Zwei Quellen


Schneeschmelze und Regengüsse in die Lahn

07.01.2011 (fjh)
Aufgrund der Wetterlage hat das Regierungspräsidium Gießen (RP) am Donnerstag (6. Januar) eine Hochwasser-Frühwarnung herausgegeben. Neben einem umfangreichen Lagebericht enthält die Meldung auch Prognosen über die Niederschlagsmengen der nächsten 30 Stunden.
Mit einem spürbaren Ansteigen der Pegel ist jedoch frühestens ab Freitagnachmittag zu rechnen, lautet das Ergebnis der Modellberechnungen im Hochwasserlagezentrum Lahn beim Regierungspräsidium. Dort werden regelmäßig alle relevanten Daten eingeholt und gesichtet. Mit einem Hochwasser-Vorhersagemodell berechnen die Experten dort die Entwicklung der Wasserstände.
Nach derzeitiger Einschätzung der Fachleute werden am Wochenende - insbesondere an den Lahnpegeln unterhalb von Marburg - Meldestufe I oder II erreicht
und überschritten, wenn sich die Niederschlagsmengen und der Temperaturanstieg im vorhergesagten Bereich halten. Das gelte auch für die Nebengewässer
Wohra, Ohm, Salzböde, Weil und Emsbach. An den Zuflüssen Dill, Lumda und Solmsbach werden aus heutiger Sicht Meldestufen nicht erreicht.
Bei Vorliegen der Meldestufe I komme es zu kleineren Ausuferungen, wohingegen man bei Meldestufe II bereits von einer flächenhaften Überflutung ufernaher Grundstücke sprechen könne. Zudem könne es zu leichten Verkehrsbehinderungen auf Gemeinde- und Hauptverkehrsstraßen kommen.
Gebäude in exponierter Lage und Keller könnten ebenfalls gefährdet sein. Ein "Jahrhundert-Hochwasser“ wie im Jahr 1984 sei aber nach den gegenwärtigen Wetterprognosen und Modellrechnungen nicht zu erwarten.
Die Bewertungen der Wasserbauingenieure im Lagezentrum zur Hochwassersituation an der Lahn und ihren Nebengewässern werden auf der Homepage des RP zeitnah bereitgestellt. Interessierte können sie unter www.rp-giessen.de einsehen.
pm: Regierungspräsidium Gießen
Text 5047 groß anzeigen

www.marburgnews.de

© 2017 by fjh-Journalistenbüro, D-35037 Marburg