25.04.2008 (nur)
Unter dem Motto "Gute Arbeit muss drin sein" will der
Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) am Donnerstag (1. Mai) seine traditionelle Demonstration zum "Tag der Arbeit" abhalten. Neu dagegen ist die Route, die der DGB-Organisationssekretär Dr. Ulf Immelt am Freitag (25. April) der Presse vorstellte.
Die Demonstration soll am Donnerstag um 11.30 Uhr am DGB-Büro an der Bahnhofstraße beginnen. Anschließend geht es gemeinsam an der Elisabethkirche vorbei durch die Oberstadt zum Marktplatz.
Dort soll um 12 Uhr eine kurze Zwischenkundgebung stattfinden. Die Rede hält Immelt selbst. Thema ist die Macht-Übergabe an die Faschisten und die Besetzung der Gewerkschaftshäuser am 2. Mai 1933 durch die Nationalsozialisten.
Erstmals ist der Elisabeth-Blochmann-Platz das Ziel des Demonstrationszugs. "Wir haben uns bewusst für das Herz Marburgs entschieden", erklärte der DGB-Kreisvorsitzende Ulrich Rupp den neuen Standort. Dort wird ab 12.30 Uhr die große Maikundgebung mit anschließendem Maifest stattfinden.
Auf dem Programm stehen Reden verschiedener Gewerkschafter sowie Musik von "Nik Terror" und "Grafitti". Außerdem werden zahlreiche Einzelgewerkschaften und befreundete Organisationen mit Informationsständen ihre Arbeit vorstellen.
Tradition hat auch die sogenannte "Vormaifeier" der Marburger DGB-Senioren: Am Mittwoch (30. April) feiern die älteren Gewerkschafter um ihre Vorsitzende Käte Dinnebier ab 14.30 Uhr mit Kaffee und selbstgebackenem Kuchen im Theater am Schwanhof (TaSch).
Außerdem wird der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Frank Deppe sprechen. Der Abendroth-Schüler ist seit Juli 2006 im Ruhestand. Für die musikalische Unterhaltung an diesem Nachmittag sorgt der Liedermacher Rainer Husel.
"Am ersten Mai beginnt für mich das Jahr", kündigte die 77-jährige Dinnebier an. "Früher habe ich mir für diesen Tag neue Kleidung gekauft."
Bei seiner Demonstration rechnet der DGB mit bis zu 400 Teilnehmern.
Nora Reim
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