13.01.2008 (sts)
Viele der rund 370 Mitglieder der jüdischen Gemeinde in Marburg stammen ursprünglich aus Staaten der ehemaligen Sowjetunion. Gerade im höheren Alter haben sie Schwierigkeiten, die deutsche Sprache zu erlernen. Zudem fehlen ihnen die Gelegenheiten, das Gelernte anzuwenden.
Mit dem am Sonntag (13. Januar) erstmals veranstalteten "Synagogencafe“ will die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (CJZ) diesem Problem Abhilfe schaffen. "Es ist ein Versuch der Integration auf unterster Ebene“, sagte die Ideengeberin und Geschäftsführerin der Gesellschaft Ursula Dorn.
Der Auftakt war bereits mehr als gelungen: Rund 50 Menschen von Alt bis Jung kamen bei Kaffee, Kuchen und russischen Spezialitäten miteinander ins Gespräch.
Für die nächsten Male soll nun auch jeweils ein Programm mit Vorträgen, Musik oder Spaziergängen angeboten werden. Für viele Anwesende hat sich aber auch schon das erste Synagogencafe richtig gelohnt, denn so manches Rezept für Kuchen und Gebäck wurde schon untereinander ausgetauscht.
Stephan Sonntag
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