10.12.2010 (gac)
Den zehn Liegenschaftsarchitekten des Sonderinvestitionsprogramms danktenLandrat Robert Fischbach und Erster Kreisbeigeordneter Dr. Karsten McGovern am Donnerstag (9. Dezember) in der Kreisverwaltung. Damit würdigten sie im Namen des
Landkreises Marburg-Biedenkopf die hervorragende Arbeit der Architekten.
"Das Sonderinvestitionsprogramm war eine sehr große Herausforderung für alle Beteiligten", resümierte Fischbach. "Ohne die engagierte Hilfe der Liegenschaftsarchitekten hätten wir diese große Aufgabe kaum bewältigen können. Da für danke ich ihnen auch im Namen der Kreisgremien."
Die Verträge der Liegenschaftsarchitekten laufen zum Jahresende aus, nachdem die umfangreichen Umbau- und Sanierungsarbeiten an den großen Schulstandorten im Rahmen des Sonderinvestitionsprogramms weitgehend abgeschlossen sind und im Jahr 2011 nur noch vereinzelt Restmaßnahmen stattfinden, erläuterte McGovern als zuständiger Schuldezernent. Die Vielzahl der Baumaßnahmen unter anderem im Bereich Brandschutz, energetische Sanierung oder technische Erneuerungen stellten für den beim Landkreis zuständigen Fachbereich Schule und Gebäudemanagement eine große logistische Herausforderung dar.
Erschwert wurden die Arbeiten durch die Tatsache, dass sie auch während des laufenden Schulbetriebs durchgeführt werden mussten. Nur so konnten die vom Programm vorgegebenen Fristen eingehalten werden.
Zur Unterstützung dieser Maßnahmen wurden zwei Architekten aus dem Landkreis für die Dauer des Programms von zwei Jahren beauftragt. Sie halfen, das Investitionsprogramm an den zehn größten Schulen des Landkreises abzuwickeln.
Für jede Schule wurde deshalb die Funktion eines "Liegenschaftsarchitekten“ geschaffen. Ziel war es, alle Arbeiten an dem jeweiligen Schulstandort zu bündeln und umzusetzen.
Als Liegenschaftsarchitekten fungierten Mathias Ehrig, Stefan Rover, Helmut Schmidt, Gerd Kaut, Frank Zentner, Stefan Pfau, Thomas Dersch, Roland Ott, Renate Lange, Michael Schneider-Lange, Holger Schrey und Wolfgang Schmidt.
Landrat Fischbach hob bei der Verabschiedung der Liegenschaftsarchitekten noch einmal die Bedeutung des Sonderinvestitionsprogramms für den Landkreis hervor: "Das zur kurzfristigen Ankurbelung der Konjunktur 2009 aufgelegte Sonderinvestitionsprogramm, das innerhalb von zwei Jahren umgesetzt werden musste, ermöglichte dem Landkreis, kurzfristig zusätzlich rund 32,4 Millionen Euro in den Schulbereich des Landkreises zu investieren und damit die heimische Wirtschaft zu stärken. Für die Finanzierung muss der Landkreis aus eigener Kraft - gestreckt über 30 Jahre - circa 1,1 Millionen Euro jährlich aufwenden. Dies zeigt aber auch, wie wichtig uns die Schulstandorte und damit unsere Kinder sind."
Die anspruchsvolle Aufgabe der Abwicklung des Programms wurde von allen Beteiligten im festgesetzten finanziellen Budget und Zeitrahmen erfolgreich bewältigt. Neben den Liegenschaftsarchitekten sprach Landrat Fischbach auch den zahlreichen Fachingenieuren, den Firmen und der Projektsteuerung seinen Dank für die vorbildliche Zusammenarbeit aus. Ebenso dankte er dem Fachbereich Schule und Gebäudemanagement des Landkreises für die gelungene Ausübung der Bauherrenfunktion und die erfolgreiche Koordinierung.
McGovern stellte die Sanierungsmaßnahmen in den Kontext einer Gesamtstrategie zur Sanierung der Schulen im Landkreis: "Die im Rahmen der Konjunkturprogramme zur Verfügung gestellten Sonderinvestitionsmittel von Bund und Land wurden von uns schon als Teil einer Gesamtstrategie zur Sanierung der Schulen im Landkreis verwendet. Daher erhielten den Hauptteil der Mittel die zehn größten Schulen des Landkreises. Diese machen zusammen die Hälfte der Schulflächen des Landkreises aus."
Neben den großen Schulen kamen aber alle Schulen des Landkreises in den Genuss von Mitteln des Sonderinvestitionsprogramms. Etwa 6,5 Millionen Euro gingen in Ausstattung mit EDV, Fachräumen und für kleinere Instandsetzung. Hinzu kamen zwei Sporthallen, die grundsaniert werden mussten und der Neubau einer Mensa an der Gesamtschule Niederwalgern.
"Das Sonderinvestitionsprogramm hat mit Hilfe der an diesem Programm Beteiligten dazu beigetragen, zukunftsorientierte Maßnahmen, die für die kommenden Jahre aus regulären Haushaltsmitteln geplant waren, vorzuziehen und eine an den Zielen der Nachhaltigkeit und künftigen Bedarfe der Schulen orientierte Sanierung durchzuführen, wofür wir sehr dankbar sind", führte McGovern abschließend aus.
pm: Landkreis Marburg-Biedenkopf
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