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Verzehrzeit


Lebensmittelrecht wird groß geschrieben

08.12.2010 (mhe)
Der November stand in Marburg wieder ganz im Zeichen des Lebensmittelrechts. Die Forschungsstelle für Europäisches und Deutsches Lebens- und Futtermittelrecht der Philipps-Universität veranstaltete in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz am Donnerstag (19. November) das 4. Marburger Symposium zum Lebensmittelrecht.
Thema der Veranstaltung war der Import von Lebensmittel-Rohstoffen aus dem außereuropäischen Ausland. Referentinnen und Referenten aus dem Handel und der Produktion, der Überwachung, der Risikobewertung, der Rechtswissenschaft sowie der Rechtsberatung boten den rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein facettenreiches Programm.
Deutlich wurde unter anderem, dass ein komplexes System rechtlicher Vorschriften und Standards wie etwa der Welthandelsorganisation (WTO) einen entscheidenden Beitrag für die Sicherheit von Verbraucherinnen und Verbrauchern sowie Herstellern leisten. Angesichts einer immer größeren Produktvielfalt auf dem europäischen Markt steigen aber auch die Anforderungen an alle Beteiligten.
Kritisch hinterfragt wurden die Vorschriften zu "Novel Food". Sie führen zu einem sachlich nicht gerechtfertigten Handelshemmnis von Drittlandimporten. Denn auch ohne die spezifischen Regelungen untersagt das Lebensmittelrecht den Import beziehungsweise das In-Verkehr-Bringen unsicherer Lebensmittel.
Zum zweiten Mal bot die Forschungsstelle im Rahmen der Veranstaltung einen zweitägigen Workshop zum Lebensmittelrecht an, in dem aktuelle Fragen des Lebensmittelrechts behandelt wurden. Schwerpunkte der Fortbildung waren die "Health Claims-Verordnung" sowie aktuelle Rechtsfragen zu pflanzlichen Lebensmitteln, Käse und Fleischerzeugnissen. Besprochen wurden darüber hinaus Urteile des laufenden Jahres zu den Themen Irreführung, Produktbezeichnungen sowie Abgrenzungsfragen zwischen Lebensmitteln und Arzneimitteln.
Mit knapp 50 Teilnehmenden war der Kurs komplett ausgebucht. Im Anschluss an das Symposium erhielten 46 Personen der 5. Lebensmittelrechts-Akademie beim festlichen Abendprogramm ihre Teilnahmezertifikate.
"Die Alumni-Familie hat mittlerweile mehr als 200 Mitglieder", sagte Rechtsanwalt Peter Hahn. Er ist Vorsitzender des Vereins zur Förderung der Forschungsstelle.
Absolventinnen und Absolventen vergangener Akademie-Jahrgänge arbeiten heute erfolgreich in der Lebensmittelwirtschaft, in Verbänden sowie fachspezifischen Rechtsanwaltskanzleien. Für herausragende Klausurleistungen erhielten neun Teilnehmerinnen und Teilnehmer Stipendien in Höhe der Teilnahme-Gebühr.
Die nächste Lebensmittelrechts-Akademie findet 2011 statt. Die jeweiligen Termin-Blöcke sind am Sonntag (4. September) bis Freitag (9. September), Montag (26. September) bis Freitag (30. September) sowie Montag (7. November) bis Freitag (11.November).
pm: Philipps-Universität Marburg
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