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Orientierzeit


Lernen durch Informationsaustausch wird gefördert

08.12.2010 (mhe)
Mit einem Peer-Group-Projekt unterstützen Auszubildende Schülerinnen und Schüler auf dem Weg in den Beruf. Bei diesem Ansatz werden Informationen durch Personen der gleichen Altersgruppe vermittelt, um einen authentischen und damit nachhaltigeren Wissenstransfer zu erreichen.
Der Austausch auf Augenhöhe soll im Prozess der Berufsorientierung stärken und motivieren. Ziel ist es, Schülerinnen und Schülern zu ermöglichen, ihre individuellen Fragen zu Ausbildung und Ausbildungsplatzsuche mit jungen Menschen zu besprechen, die diese Phase gerade abgeschlossen haben. Darüber hinaus werden auch die Auszubildenden in ihrer persönlichen Entwicklung gefördert.
Das ist ein Grund dafür, dass sich Betriebe gerne beteiligen und ihre Auszubildenden dementsprechend für das Projekt freistellen. So leisten sie einen wichtigen Beitrag zum schulischen Berufsorientierungsprozess.
Bei dem Projekt handelt es sich um eine Kooperation zwischen dem Jugendbildungswerk der Stadt Marburg sowie dem Regionalen Übergangsmanagement des Landkreises Marburg-Biedenkopf. Im Herbst 2009 begann die aktive Planungsphase.
Innerhalb kurzer Zeit wurden 26 Peers aus unterschiedlichen Berufszweigen angeworben. Dazu gehören beispielsweise die Bereiche des Einzelhandels, der Gesundheit und Pflege, des Handwerks, der Industrie sowie der Verwaltung.
Die Schulungen der Peers fanden im Zeitraum von Dezember 2009 bis Januar 2010 statt. In Kleingruppen erarbeiteten sie ihre Unterrichtsentwürfe.
Von März bis Juni 2010 erfolgten dann insgesamt 16 Unterrichtseinsätze in insgesamt 20 Schulklassen. 400 Schülerinnen und Schüler wurden so erreicht. Das Projekt stieß bei ihnen auf große Resonanz.
Im Rahmen einer Veranstaltung wurden die Peers sowie ihre freistellenden Betriebe von den Sozialdezernenten Dr. Kerstin Weinbach und Dr. Karsten McGovern mit einem Zertifikat für ihr Engagement gewürdigt. Das Vorhaben wird im Rahmen der Strategie "Qualitätsstandards zur Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit“ (OloV) des Hessischen Paktes für Ausbildung gefördert. Des Weiteren unterstützen die Bundesagentur für Arbeit (BA) und die Stadt das Projekt im Rahmen der vertieften Berufsorientierung.
pm: Stadt Marburg
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